„Um die kümmern, die da sind!“ – GdP im Gespräch mit SPD-Haushaltsobmann Johannes Kahrs

MdB Johannes Kahrs (M.) unterstützt die Notwendigkeit eines Hebungsprogramms

MdB Johannes Kahrs (M.) unterstützt die Notwendigkeit eines Hebungsprogramms

Johannes Kahrs, Obmann der SPD im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages, traf sich am Dienstag mit dem GdP-Bezirksvorsitzenden Jörg Radek und seinem Stellvertreter Sven Hüber in Berlin, um mit ihnen die Optionen für den Bundespolizeihaushalt 2017 zu diskutieren. Die GdP-Vertreter warben wie bereits in den vorherigen Gesprächen mit Haushältern für die von der GdP vorgelegten Eckpunkte eines Konsolidierungsprogramms für die Bundespolizei, das weit mehr umfasst als nur Personalaufstockungen. Johannes Kahrs hatte sich als Sprecher des „Seeheimer Kreises“ nicht nur innerhalb seiner Partei für erhebliche Personalaufstockungen der Bundespolizei und eine verstärkte Sachmittelausstattung für Liegenschaftssanierungen, Polizeiunterkünfte und moderne Transportmittel engagiert. Als Haushaltsexperte der SPD plädiert Kahrs zudem ausdrücklich dafür, gerade wegen der personellen Aufstockung der Bundespolizei den Anschluss an die Personalstruktur der Polizeien in Deutschland nicht zu verlieren. Dafür müsse der Stellenanteil des gehobenen Dienstes und der Anteil der Beförderungsmöglichkeiten für Polizeihauptmeister sowie nach A11, 12 und 13 mit Hilfe eines verlässlichen Programms deutlich erhöht werden Die Fortsetzung und Vollendung des Hebungsprogramms vom mittleren in den gehobenen Dienst auf familienfreundlichem Weg würde als Berufsentwicklungschance zudem gerade denjenigen zugute kommen, die in der letzten Zeit und auch in den kommenden Jahren die Hauptlast der enormen Einsatzbelastungen bei weiterhin (noch) nicht verfügbarem Personal schultern müssen.

Jörg Radek: „Wir unterstützen ausdrücklich politische Vorhaben wie die Pläne für ein Hebungsprogramm die darauf abzielen, bessere berufliche Chancen gerade denjenigen einzuräumen, die jetzt hohen persönlichen Einsatz für unser Land zeigen. Die Politik muss sich nicht nur um die Neueinstellungen kümmern, sondern vor allem auch um die, die bereits da sind!“

Die Bundesregierung hat bereits seit 2013 die Entscheidung über ein weiteres Attraktivitätsprogramm dem Parlament zugewiesen.

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Themenbereich: Attraktivitätsprogramm | Drucken

4 Kommentare
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  1. Ein guter Gedanke. Wenn ich mich aktuell umschaue, mit welcher Altersstruktur wir mit zu wenig Personal zu viele Passagiere abfertigen und das trotz Unterstützungskräfte, kann ich nur eins sagen: Es geht bei allen Mitarbeitern seit Jahren auf die Substanz, auf die Gesundheit, auf die Knochen. Ein Ende ist trotz der erhöhten Einstellungen für die nächsten 2 – 3 Jahre nicht in Sicht. Es dürfte in dieser Zeit eher noch schwieriger werden. Der Altersdurchschnitt meiner Dienststelle liegt um die 50. Da tut jede einzelne Krankmeldung im täglichen Dienst weh.
    Wenn ich sehe, wie ausgereizt die Kollegen an der Basis sind, fehlt wirklich eine Anerkennung durch die Behördenführung für die Kollegen, die den täglichen Dienst unter diesen Umständen aufrecht erhalten.

    Leider gehe ich davon aus, dass unser Minister nicht wirklich weiß, wie es an der Basis aussieht. Somit können wir wohl auf eine Anerkennung lange warten. Also durchhalten!

    Wir lächelten, wir waren froh und es kam…… hoffentlich nicht!?!

  2. @der Rote
    …..“Leider gehe ich davon aus, dass unser Minister nicht wirklich weiß, wie es an der Basis aussieht.“

    Doch weiß der!
    Ich denke die Pressestelle aus unserm P wird schon den heldenhaften mit soviel Pathos versehenen Bericht von der WIR II Veranstaltung der BPOL in Fuldatal auf dem Tisch haben.
    Jubelstürme, Mitarbeiter mit Tränen in den Augen, ein Beamter der Stimme voll des Lobes über den Präsi erhebt……..
    Ein HOCH auf UNS als Motto!

    Also! Was BITTE soll in dieser Organisation nicht stimmen???

    Die Politik ist nicht alleine das Problem!

  3. Erwarten wir erstmal nicht denn der Wahlkampf wirft seine Schatten voraus!
    Als nächstes möchte ich mal fragen wie lange die etablierten Parteien Zeit hatten um unsere Bedingungen zu verbessern denn es ist ja nicht erst seit heute so!
    Andererseits wurde ja nun mehrheitlich, insbesondere durch die Gewerkschaften, festgestellt, dass wir extrem schwierige Bedingungen haben!
    Ich denke es wird langsam Zeit, dass diese extrem schwierigen Bedingungen, auch vergütet werden!
    Zur Wendezeit wurden extreme Vergütungen bereitgestellt, wie wir alle wissen, nun ist es wieder so weit die Beamten und Angestellten in diesen schweren Zeiten die zumindest monetäre Wertschätzung entgegen zu bringen!
    Hier sind insbesondere die Gewerkschaften gefordert für die belasteten Beamten und Angestellte entsprechende Forderungen zu stellen, die den Namen auch verdienen.
    Es gab ja schon mal die sogenannte Buschzulage, es gab viel schnellere Beförderungen, es gab besondere Pensionsanrechnungen etc..
    Wie viele tausend Beamte und Angestellte fehlen?
    Wer macht die „Arbeit“ für die fehlenden mit?
    Es geht um unsere Gesundheit, es geht darum, dass wir von der Rente bzw Pension noch wirklich was haben!

  4. Als ich Mitte der 90er Jahre zum GSE (GSst Basel-Bad. Bahnhof) war die Dienststelle wie folgt strukturiert:
    Der Dienststellenleiter(vielleicht vergleichbar DGL war POK A10 heute EPHK A13
    Der Gruppenleiter war PHMz A9+Z heute PHK A12
    Der KSB war, je nach Alter, A8 oder A9 heute eher A8 als A9

    Alles richtig gemacht Gewerkschaften???

    Antwort

    Wenn man den (übrigens: althergebrachten) Grundsatz der sachgerechten Funktionsbewertung und das „Kienbaum-Gutachten“ über die Zuordnung von Polizeifunktionen zu Ämtern/Besoldungsgruppen nimmt – selbstverständlich richtig gemacht! Die „Kontrollgruppenführer“ konnten damals von A 12 nur träumen.
    Der KSB/PVB konnte in den 90er Jahren übrigens noch A 6 sein. Das war damals noch das Eingangsamt des mittleren Dienstes, die KSB konnten auch A 7 sein. Und der BGS war in den 90er Jahren in seiner Stellenstruktur meilenweit davon entfernt, mehr als 50 Prozent aller Stellen tatsächlich in A 9/A 9mZ (PHM/PHMmZ) zu haben, wie es heute ist (auch wenn es uns noch nicht reicht). Dass wir das mit den Attraktivitätsprogrammen I und II geschafft haben, ist ein klarer Gewerkschaftserfolg.

    Kollegiale Grüße
    Sven Hüber