Unser Einsatz für eine bessere Schutzausrüstung in der Bundespolizei

Aufgrund der aktuellen weltweiten Entwicklung zunehmender Terror-Einsatzlagen setzt sich die Gewerkschaft der Polizei auch weiterhin für eine bessere Schutzausrüstung für unsere Kolleginnen und Kollegen in den Bundespolizeidirektionen ein.
Bei den Pariser Anschlägen schossen die Attentäter mit Kalaschnikows. Gegen diese Kriegswaffen bieten die derzeitigen Schutzwesten der Kontroll- und Streifenbeamten in der Bundespolizei keine Sicherheit. Deshalb fordern wir seit langem unter anderem eine bessere Schutzausrüstung in der Bundespolizei. Unser Motto dabei ist: „Schutz für die, die den Kopf hinhalten! Gebt uns, was wir für die Sicherheit brauchen!“

Wir fordern unter anderem:

# Aufrüstung und Neubeschaffung von Überzieh- und Unterziehschutzwesten sowie zusätzlicher ballistischer Pakete, Hebung auf „Standard Schutzklasse 4+“ zum Schutz vor Kalaschnikow-MPi

# Neubeschaffung von ballistischen Schutzhelmen und Schilden

# Neubeschaffung einer neuen Bewaffnung (Mitteldistanzwaffe) für die Kolleginnen und Kollegen in den BPOLD, welche von ihrem Kaliber her besser als die HK MP5 für TE-Lagen geeignet ist

# Beschaffung von einem sondergeschützten Fahrzeug je Bundespolizeiinspektion und für die Bundesbereitschaftspolizei, Ersatz der nicht MPi-festen Sonderwagen 4 durch EAGLE, Panzerung von Einsatzhubschraubern

# die Zurverfügungstellung geeigneter Trainingssysteme, Trainingsumgebungen, Raumprogramme und Ausstattungsnachweisungen zum Training komplexer lebensbedrohlicher Einsatzlagen (KLE)

# Verbesserung der Ausstattung der Entschärfergruppen

# Auflösung der „Poolbildung“ bei der Schutzausstattung, eine volle Mann-/Frau-Ausstattung mit Schutzwesten und Körperschutz sowie zusätzliche Einsatzbekleidung

# weitere Erneuerung der Dienst-Kfz-Flotte, Beschaffung leistungsstarker Fahndungs-Kfz, Gefangenentransporter und Sanitäts-Kfz

Mit dem gegenwärtigen Zustand der Ausstattung können wir uns nicht zufrieden geben. Wir bleiben am Ball!

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Themenbereich: Ausstattung, Bekleidung, Technik | Drucken

9 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Gut!!!

    Ausstattung ist wichtig, muss ständig aktualisiert werden, sonst wird sie schlecht umd ist ist nicht sachgerecht!

    Eure Ansätze sind gut!
    Für einige Ausstattung wäre Wahlaustattung sinnvoll! Anslog EMS, wo auch zwei Modelle beschafft wurden und der PVB den wählt, mit dem er besser zu Recht kommt.

    Der ballistische Schutz muss dringend optimiert werden
    Auf der anderen Seite muss die KSA deutlich leichter werden

    Noch mehr FEM passen nicht an den Gürtel.
    Das muss man bei den Videocops bedenken.

    Die neue Uniform muss, sollte weiter entwickelt werden . Funktionbekleidung. Sommer, Winter, Regen, Erkennbarkeit, Warnfunktion, verstauen von FEM, Notizblock, Owi Block, Geldbörse, Handy, Funk, Autoschlüssel, Ersatzakku, Wasserflasche, Türkarte, Taschentücher, Verbandspack, Einweghandschuhe, Vierkant, usw

    CM war ne tolle Idee… man hätte Geld sparen können und gleich FX kaufen sollen!

    MP7
    Halbgruppenfahrzeuge

    …. es bkeibt noch viel zu tun für die Sicherheit

  2. Eine schöne Liste an Forderungen die meine Zustimmung findet. Statt der MP5 wäre die MP7 empfehlenswert. Diese würde sogar die P30 überflüssig machen, da diese am Holster geführt werden kann. Quasi eine Waffe für alle Zwecke.

  3. Paar simple Winterschuhe wären im Erzgebirge mal nicht schlecht.

  4. Wir müssen nicht mal den Terror nehmen. Es zählt der harte Alltag !
    Was uns da alles passiert !
    Anspucken; Beissangriffe; Angriffe durch Feuerwerkskörper und bengalische Feuer; „einfaches“ Schubsen, welches im Ernstfall tödlich enden kann; die alltägliche Respektlosigkeit und das Anzweifeln nahezu jeder polizeilichen Massnahme, Heimtücke durch versteckte scharfe Gegenstände; es darf auch mal die Gas-Granate aus britischen Beständen erwähnt werden, die 47 Kollegen der Landespolizei auf einen Schlag ausgeschaltet hat.

    Nimmt man letzteres Beispiel dürften wir nur noch im gassicheren Polizeipanzer fahren oder nur mit ABC Schutzmasken herumlaufen.

    In Dortmund haben am Nordausgang des Hbf s.g. Fussballfans Polenböller auf Kollegen geworfen und vier verletzt.
    Diese Angriffe nehmen vermehrt zu. Nicht nur aus Fussballkreisen heraus. Die Polenböller sind lebensgefährlich. Man kommt sich in der Stadt wie im Kriegsgebiet vor, wenn die gezündet werden. Denn das geschieht mittlerweile nicht nur zu Sylvester.

    Und die Verletzungen alleine bezüglich des Gehörs können einem nicht nur die Gesundheit dauerhaft schädigen, sondern auch die Dienstfähigkeit kosten. Von Verletzungen im Gesicht und anderen Stellen mal abgesehen.

    Das gegenseitige Hochrüsten muss auch mal ein Ende finden. Sonst sind wir in 20 Jahren wirklich nur noch in der Ritterrüstung und im Polizeipanzer unterwegs.
    Es muss auch wieder eine Grundordnung hergestellt werden. Und das geht eben nur, wenn man von ganz vorne beginnt.
    Wie das Beispiel der null Toleranz Politik in New York unter dem Italo-Amerikaner.

    Und Polenböller bekämpfen fängt mit Grenzkontrollen an und endet mit kriminalistischer Arbeit in der Fläche. Aber die Kripo ist schon mit den schweren Verbrechen überlastet.
    Einfacher Diebstahl wird komplett von der Schutzpolizei abgewickelt. Und selbst die kommen bei einfachem Fahrraddiebstahl am HbF nicht mehr raus. Da muss sich der Bürger selber hinbemühen und die Sache wird von er Polizei eh nicht weiter verfolgt. Die Einstellung der Staatsanwaltschaft ist da der Standart.
    Selbst bei Einbrüchen haben das auch schon Kollegen erlebt, dass die Kripo nicht rauskommt und die Schutz nur sehr unwillig als auch spät rausfährt. „Kommen sie doch eben vorbei“ gab es auch schon bei Einbrüchen zu hören.
    Weil der Landespolizei das Personal fehlt.

    Die GdP sollte an allererster Stelle deutlich mehr Personal einfordern ! Denn das bekämpft auch den so hoch angesetzten Terror.
    Denn welcher Polizist kennt sein Revier noch und bekommt vielleicht aus der Bevölkerung vertrauensvolle Hinweise ? Keiner !
    Die Landespolizei hetzt von Einsatz zu Einsatz. Für Routine ist null Zeit. Und wenn die Streifen denn auch zu Fuss unterwegs sind und ein Bürger sagt „Da passiert immer das und das, vielleicht sind das Terroristen.“ Und wenn dann wirklich eine Zelle ausgehoben wird, hat es sich auch da gelohnt wieder mehr Personal auf die Strasse zu schicken.

  5. Volle Mann-/Frauausstattung? Ganz große klasse, könnte man gebrauchen, aber: In unserer Dienststelle hat nichtmal jeder einen Spind, wo man diese ganzen Sachen reinpacken könnte! Alles nur Wunschdenken. Hier wird ganz großes Kino gefordert und an den kleinen, simplen Sachen fehlt es schon. Bei uns auf der Dienststelle sieht es nicht aus, wie in Potsdam, bei uns gibt’s noch runtergerittene Bürostühle, an denen rechts und links das Schaumgummi rausschaut. Ich warte seit 15 Monaten auf einen simplen Einsatzgürtel, ein Kollege hier im Forum wünscht sich Winterschuhe für’s Erzgebirge… und hier werden gepanzerte Wagen für jede BPOLI gefordert. Welcome in real life!

  6. hallo in die Runde
    habe die Info bekommen das wir das zweite Magazin für die P 30 bekommen, aber nur wenn man für ca. 30 Euro die Magazintasche über WTABC kauft, oder eine vergleichbare Tasche selber beschaften.

  7. Beim Digi funk gibt es eine neue Antenne, da die alte Defizite hat…. Buschulike natürlich micht einfach so für alle Geräte. Wer sich nicht übet dem Empfang beschwert, nicht vier mal Bitte sagt und das Funkgerät nicht für 10 Tage abgibt bekommt die neue Antenne nicht.

    Winterstiefel (und Socken) soll man sich selber kaufen. Die Dienststiefel sind gut.alles drüber hinaus muss nicht die Diensfrau beschaffen.
    Abet 15 Monate auf den Gürzel warten… muss das sein?

  8. Bei uns in Chemnitz bekommen wir auch keine Magazintasche fürs 2. Magazin. Aussage war: „steckt es doch in die Außentasche der Schutzweste!“ Bin gern das Versuchskaninchen, wenn ich dort mal einen Schuss draufkriege und mir die 15 Patronen zusätzlich um die Ohren fliegen. Herr Präsident, wie war das mit der Wertschätzung? Ich glaube, man erinnert sich in Potsdam nur an uns, wenn es um Urlaubssperren in der Ferienzeit geht!

  9. Die geforderten Sachen machen Sinn.
    Hoffentlich beschafft man die Ausrüstung auch in ausreichender Stückzahl.
    Keine Poolbildung, sondern persönliche Ausstattung des einzelnen PVB!
    Gerade im Bereich der Bekleidung haben wir doch große Defizite.
    Warum macht man es nicht wie bei den Länderpolizei. Kleiderkonto für alle PVB, man kann direkt beim Hersteller bestellen.
    Jeder PVB kann dann von seinem Kleidergeld kaufen was er benötigt.
    Das System Hunstadt kann nur funktionieren, wenn man dort genug Sachen für alle PVB vorhält.
    Moderne Bekleidung sollte funktional und bequem sein. Sie sollte auch ständig weiterentwickelt und angepaßt werden. Wir sind da auf einem guten Weg, es fehlt nur die Masse um alle auzustatten.
    Statt der aktuellen Regenjacke hätte man eine gelbe Warnjacke ausliefern sollen.
    Das die Beschaffung von Magazintaschen so lange dauert ist eine Lachnummer.
    Es kann auch nicht angehen, dass Kollegen 15 Monate auf ihren Einsatzgürtel warten.