Ministerium schönt die Überstunden der Bundespolizei

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert die heute in der Zeitung Die Welt veröffentlichten Zahlen zum Bundespolizei Jahresbericht 2015 als unvollständigen Blick auf die Lage der Bundespolizei.

„Die Zahlen der Leistungsbilanz drücken nicht aus, wie stark die Bundespolizei wirklich belastet ist. Unsere Kollegen haben im Schnitt 25 Krankheitstage pro Jahr und wir haben nach wie vor rund 2,2 Millionen Überstunden auf der Uhr“, beschreibt Jörg Radek, Vorsitzender der GdP in der Bundespolizei die Situation.

Überstunden sind Mehrarbeit und die ist grundsätzlich durch Freizeit auszugleichen – so sieht es das Gesetz vor. Doch da im Moment aufgrund des fehlenden Personals fast keine Möglichkeiten bestehen, tatsächlich Stunden abzubauen,  setzt das Ministerium darauf sie einfach verfallen zu lassen.

„Rechtlich ist das nicht haltbar. Das Ministerium rechnet sich so nur die Zahlen schön. Die Kollegen empfinden das zunehmend als Unverschämtheit und Herabwürdigung ihrer Leistung. Das Parlament hat die wirkliche Lage der Bundespolizei erkannt und auf die Personalknappheit mit Mehreinstellungen reagiert. Das Ministerium hingegen versucht nach wie vor die Fehler der Vergangenheit zu vertuschen, anstatt konstruktive Lösungen zu finden“, so Radek.

Medienecho:

heute.de: Jahresbilanz der Bundespolizei 2015: Mehr Straftaten, zu hohe Belastung

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Themenbereich: Finanzielles & Laufbahn | Drucken

2 Kommentare
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  1. Keinesfalls vinkuliert die zukunftsweisende Aufwandminimierung der Produktivität eine postulierte Gesamtsituation der Mediation und manipuliert offensichtlich eine gerontologisch Orientierung unabhängig von der Analyse der Generaloption.

  2. Wir sind und bleiben eine von Politikern geführte Sicherheitsbehörde und so lange das so bleibt, wird sich leider nicht wirklich etwas zum Guten wenden. Wir werden immer personell dem Aufkommen hinterher hinken, da wir ja dem Bundeshaushalt nur Geld kosten und man wird uns in der Zukunft mit immer neuen Aufgaben betrauen, weil bei den Politikern nicht die aktuelle Personalsituation im Gedächnis bleiben wird, sondern dass die BPOL ja über Jahre mehr Personal bekommen hat.
    Das wird dann auch eine Aufgabe der Gewerkschaften werden, den Führungskräften der BPOL (den politischen Beamten) dann klarzumachen, dass wir trotz der ganzen Personalzuwächse erst einmal wieder auf den nötigen Stand in den Inspektionen und Verbänden kommen müssen, um Polizeiarbeit unter normalen und erträglichen Umständen durchführen zu können und nicht wieder neue, politisch gewollte Betätigungsfelder zu übernehmen.
    Ich glaube irgendwie immer noch nicht, dass diese vielen tausend Neueinstellungen wirklich ausreichend sind. Ich hoffe zwar, aber ich kann es nicht wirklich mehr glauben. Dazu habe ich in meiner Zeit in der BPOL schon zu viel Unverständliches erlebt!
    Aber wir lächelten und wir waren froh…… ;.)
    Wachsam bleiben!!!!!!

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