Bayerische Polizei unterstützt Bundespolizei – doch es gibt keine Entlastung!

Ab Mitte Dezember unterstützt eine Hundertschaft der Bayrischen Bereitschaftspolizei die Bundespolizei bei den Grenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze. Zusätzlich wurde auch das Bundesfinanzministerium gebeten mit dem Zoll zu unterstützen. Die Bundespolizei wird wie bisher an den Grenzübergängen präsent seien. In der Vergangenheit hatte die bayrische Staatsregierung die bundespolizeilichen Kontrollen kritisiert. Nun werden bayerische Polizisten der Bundespolizei auch zum Zwecke von „Schleierfahndungskontrollen“ unterstellt. Im Grenzraum zu Österreich wird mehr Personal sein. Ob das taktische Ziel Grenzschutz erreicht wird, bleibt abzuwarten. Die Personallage der Bundespolizei wird sich dadurch nicht entspannen.

Die Personalverstärkung an den Flughäfen, Schutz deutscher Auslandsvertretungen, Migrationslage an der Grenze zur Schweiz, der Ausbildungsauftrag in Bamberg und Diez hinterlassen ihre Spuren. Das bundespolizeiliche Tagesgeschäft, die Fahndungsdichte an der Binnengrenze oder die Präsenz an den Bahnhöfen wird nur noch in Minimalstärke gewährleistet. Einzelne Reviere können nur noch zeitweise oder im Einzelfall sogar nicht mehr besetzt werden.

Eine Entspannung der seit zwei Jahren anhaltenden Belastung ist nicht in Sicht. Die krankheitsbedingten Fehlzeiten liegen im Durchschnitt bei 25 Tagen.

 

Share

Themenbereich: Aus dem Bezirksvorstand | Drucken

16 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Herr de Misiere und Herr Schäuble, tausende Bundespolizisten werden es Ihnen bei der nächsten Wahl „danken“

  2. Mal ganz ehrlich, können wir mit dieser innerschengen Grenzsicherungsquatsch einfach mal aufhören? Unerlaubt aufhältige Ausländer kann man über die Sozialsysteme ausfindig machen, die Ausländernehörden steuern und dann sollten wir einfach mal konsequent die Menschen abschieben, die hier nicht sein dürfen. Dann können wir auch die Grenzsicherung zu Österreich vernachlässigen.

  3. Ich bin fassungslos.
    In den bayerischen Medien wird stündlich die Nachricht von nun „verstärkten“ Grenzkontrollen an drei Autobahnkontrollstellen berichtet. Dies sei nur möglich – so der bay. Innenminister Hermann – weil das BMI nun endlich die Hilfe der Bay. Polizei in Anspruch nimmt und auch der operative Zoll in die Fahndung einbezogen werden soll.
    In Zeiten wo die Bundespolizei, der Zoll und auch die bayerischen KollegInnen aufs höchste belastet sind, soll den Wählerinnen und Wählern suggeriert werden, wir machen jetzt die Grenze dicht.
    Für die Vorstellungen der Bay. Staatsregierung reichen 5.000 KollegInnen nicht aus – wir in Bayern machen das mit einer Hundertschaft Bereitschaftspolizei und dem Zoll.
    Wenn diese Belastung bis zur Bundestagswahl im Sept. 2017 so anhält wird zumindest die Bundespolizei nur noch 20% bis 30% ihrer Aufgaben erfüllen können. Und das alles wegen einer politischen Bayerischen Seehofer-Show.
    Weitere Kommentierungen erspare ich mir um nicht in den Bereich von Beleidigungen zu geraten.

  4. Ein Armutszeugnis Herr Minister. Wahltag ist Zahltag.

  5. Verfehlte Europapolitik gepaart mit Schwarzer Null
    Ergebnis: Jetzige Lage!

    Mfg.

  6. Die Welt ist aus den Fugen – weiter so (Quelle: Pressestimmen zu Angela Merkels Wiederwahl zur CDU-Vorsitzenden: „Gesalbt in den Wahlkampf“)

    Ja, der liebe „alte“ (nicht nur sprichwörtlich) Zoll – der selbst aus den Fugen ist – soll hier unterstützen – ich frage mich: mit wie viel „Mann-/Frau-Power“ – pro Schicht? an der bayerischen Grenze werden das nicht all zu viele sein. Es sei denn es werden zusätzlich die Kräfte wieder herangezogen, die die Kollegen der Bundespolizei bei der Flüchtlingskrise unterstützt haben.

    Aber vielleicht sollte ich vorher die Studie der Beratungsfirma McKinsey lesen, die uns ihre Vorstellungen davon unterbreteitet, wie man Flüchtlinge besser abschiebt. Aus der Studie geht hervor, dass es Ende 2017 in Deutschland etwa 485 000 Menschen geben wird, die das Land wieder verlassen werden müssen. Wahrscheinlich werden aber nur etwa 85 000 Flüchtlinge das Land tatsächlich verlassen – 400 000 eigentlich Ausreisepflichtige würden demnach hier bleiben.

    Immerhin 1,8 Mio Euro hat diese Studie gekostet (Tarnname Trennungsgeld – das Geld trennt sich von Thomas de Misere).
    Da irrt sich auch der Innenexperte Wolfgang Bosbach (den ich im Anschluss hier gleich noch kontaktieren werde), der die Frage stellte „warum man für so viel Geld externen Sachverstand einkauft, der auch in Bundesbehörden und Ministerien zweifellos vorhanden ist“.

    Mit Rund um die Uhr Grenzkontrollen lösen wir das Problem nicht.

  7. Super Sache, ich freu mich schon. Das ganze geht genau eine Woche gut, dann beginnen die Ferien. Folglich beschweren sich die Österreicher wegen Stau am Grenzübergang. Dann werden die Grenzen wieder geöffnet, und ne Hundertschaft bayrische Bereitschaftspolizei steht sich die Füße in den Bauch und wundert sich, was hier läuft. Tourismus ist halt wichtiger als Grenzkontrollen.

  8. Es ist die Zeit der Nebelkerzen:

    W A H L K A M P F

  9. Und wir aus dem hohen Norden müssen immer noch sechs PVB für fünf Wochen nach Passau entsenden. Lächerlich. Dass was dort anfällt ist eine Regeldienstlage. Die Quittung gibt es im September 2017. Ich habe keinen Bock mehr auf den Mist.

  10. @Wächter
    Manchmal gibt es doch ganz einfache Antworten auf komplizierte FRagen! Ich hätte es nicht besser formulieren können! Und was ist die Lösung? Wieder ganz einfach! TDM und Seehofer weisen populistische „Maßnahmen“ an!

  11. Was dort an der Grenze läuft bringt uns nicht weiter. Entweder Deutschland beendet Schengen (und Europa) oder beendet die BAO Bayern. Das ist eine Regeldienst- und MKÜ- Lage. Mit Schengen und den offenen Grenzen ist die Entscheidung getroffen illegale Migration nicht am Grenzübergang zu stoppen, dann sollte man jetzt zu der Entscheidung stehen. Schengen muss an der Grenze zur Türkei und im Mittelmeer gesichert werden. Unerlaubt aufhältige Menschen müssen im Inland gestellt und der Abschiebung zu geführt werden.

  12. Tja, Unterstützung an den Binnengrenzen durch bayerische Landespolizei & Zoll, dafür zukünftig noch mehr Bundespolizei an den Schengen-Außengrenzen, wie man heute von der Bundeskanzlerin hören kann. Woher sollen die denn wieder kommen??? Jetzt wird nach nach Bamberg noch ein weiteres AFZ in Dietz errichtet und dafür fließt sicherlich auch wieder reichlich Stammpersonal aus den Schwerpunktdienststellen, wie z.B. Flughafen Frankfurt ab, wie seinerzeit zur Inspektion Bundesbank. Es wird immer besser…

  13. Die Migrationszahlen an der deutsch-österreichischen Grenze rechtfertigen in keiner Weise den zurzeit betriebenen und unverhältnismäßigen Personalansatz. Die Migration hat sich schon längst wieder Richtung Schweiz und Frankreich verlagert. Die Balkanroute ist dicht. Wie lange soll sich dass für die Abordnungskräfte noch ziehen? Bis zur Landtagswahl Bayern oder bis zur Bundestagswahl? Oder bis Herr Seehofer aufhört, sich wie ein trotziges Kind in der Union aufzuführen? Kann es sich die Bundespolizei leisten, auf diese Art und Weise Personalressourcen zu verschwenden? Kann es sich der Steuerzahler leisten, Zigtausende Euro an Reisekosten, Trennungsgeld und Mannstunden für unnötige Abordnungen zu zahlen? Hier wird ganz klar Politik auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen.

  14. Da werden neben Bundespolizisten noch mal an der gleichen Stelle Landespolizisten und Zoll gestellt. Wahnsinn

  15. Trotz einbinden der bayrischen LaPo steigt der Bedarf an Bundespolizisten. Lediglich die Führungsstäbe reduzieren sich. Dafür kommen mehr Controlling und Steuerungslisten, Torten malen für Fortgeschrittenen, und mehr taktische Bindungen. Irgenwelchen Hauptkommissaren ist langweilig, es gibt nichts taktisches mehr und keine Lage (außer die Politik der CSU) so dass jetzt an der Karriere einger Bürohengste gearbeitet werden kann. Das ganze wird auf dem Rücken der Bereitschaftspolizei ausgetragen. Und zu Lasten des Einzeldienstes, die immer mehr verbandspolizeiliche Aufgaben lösen müssen. Kein Gewinn für die Sicherheit im Land.

  16. Wird gegen so einen Unsinn eigentlich auch etwas unternommen…..? Die nächsten Bundestags-Landtags-und Kreistagswahlen u.s.w. werden noch einigen die Augen öffnen…..

Eure Meinung ist uns wichtig,
kommentiert diesen Artikel!

Jedoch, auch hier gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.