Erste Hälfte der 800 Hebungen geht in Kürze an den Start

In Kürze sollen die bundesweiten Ausschreibungen für 400 der beschlossenen 800 zusätzlichen Hebungsdienstposten aus dem Haushalt 2017 vom mittleren in den gehobenen Dienst starten.

Es ist geplant im Herbst (voraussichtlich Oktober) mit 400 KollegInnen zu beginnen und im Frühjahr 2018 die anderen 400 KollegInnen aufsteigen zu lassen. Die Hebungen sollen prozentual auf die Behörden verteilt werden. Von diesen sollen sie behördenintern unter Berücksichtigung der prozentualen Größe der aufschichtungsfähigen DP ausgeschrieben werden.

Der Zeitraum für das erforderliche EAV soll gestreckt werden, um möglichst vielen Interessenten trotz der Einsatzbelastung die Möglichkeit der Teilnahme zu geben. Durchführung des EAV, des Lehrgangs und des Tests findet auf Ebene und im Bereich der Behörden statt. Ende August/Anfang September kann dann die Auswahl beginnen.

Dass es zu 800 zusätzlichen Hebungen gekommen ist, war ein hartes Stück Arbeit in unserer politischen Arbeit. Selbst Bundespolizeipräsident Dr. Dieter Romann hatte in dieser Woche bereits anerkannt, dass die Durchsetzung dieser Hebungen eine ausschließliche Leistung der GdP war.

Wir freuen uns nun für alle Kolleginnen und Kollegen, die von diesen zusätzlichen Hebungen profitieren können!


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15 Kommentare
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  1. Ganz großes Kino. Was für ein Erfolg. Leider fehlen diese 800 bei den Beförderungen 2017 im Md. Hätte man das vorher nur gewusst.

  2. Mensch dann bewirbt dich doch für den gD. Ich kann diese Neiddebatten, auch in anderen Foren nicht mehr hören. Dann muss man halt mal den verkürzten Aufstieg machen und sich bewegen. Nur die Loorbeeren abgreifen und auf seiner Wunsch Dienststelle weiter hocken funktioniert hier nunmal nicht! Einen Kollegen PHM fast 50 Jahre alt hab ich es auch geraten und er hat das EAV gemacht. Merken die Leute denn nicht das versucht wird die Leute vom mD in den gD zu bekommen. Das ist doch gut… Oder etwa nicht. Und den verkürzten Aufstieg gibts schon länger. Da brauch mir kein älterer Kollege kommen als wie ich bin jetzt aber zu alt!!

  3. @observer
    Das von Dir geschriebene ist eine Frechheit und ich erläutere Dir gerne dieses mal aus meiner persönlichen Sicht.
    Ich habe seinerzeit die Laufbahnbefähigung für den mD erworben. Diese hat mittlerweile eine Bewertung A7-A9Z und ich bin auf einem Dienstposten, der mich ausfüllt, großen Spass bereitet und mich jeden Tag gut gelaunt in den Dienst bewegt. Ich mache meine Arbeit mit einem gewissen Engagement und bekomme dieses über die Beurteilung auch entsprechend rückgekoppelt. Somit habe ich auch ein berechtigtes Interesse, in meinem dienstlichen Leben bis zwei Jahre vor Erreichen der Pensionsgrenze mein Endamt zu erreichen.
    Der Dienstposten ist, zumindest jetzt und heute nicht aufschichtungsfähig.
    Warum in Gottes Namen soll ich mein Tätigkeitsfeld, welches mir Spass macht verlassen und den Aufstieg machen?????
    Nochmal, ich habe die Laufbahnberechtigung für den mD und möchte einfach nur realistische Chancen haben, mein Endamt zu erreichen und das in MEINER Laufbahn. Aufgrund der Stellenhebungen in den gD sind es nunmal weniger Beförderungsmöglichkeiten für den mD und das lässt sich auch nicht wegdiskutieren.
    Wenn man nun wirklich die Leute, wie Du schreibst, in den gD bekommen möchte, sollte man das völlig bescheuerte VAV sein lassen und die Leute in ihren Dienststellen belassen, nämlich da wo die Arbeit ist und die Lehrsaalstühle den Seiteneinsteigern überlassen.
    Und bevor wieder jemand jammert, die bekommen was geschenkt und ich musste 2 Jahre nach Lübeck: Der hat heute deutlich mehr Chancen auf die A12 als noch vor Jahren ( Anhebung der Quoten bis nach A13 ), kann einen Führungsanspruch für sich reklamieren und sogar noch Richtung A14/A15 schielen.
    Also so what??

    In diesem Sinne

  4. @Michael Prinz. Wenn Du zufrieden bist auf deinem Tätigkeitsfeld auf deiner Dienststelle im MD dann ist doch alles gut. Nur seien wir mal ehrlich…die Beschreibung A7-9z ist doch Augenwischerei. Nicht viele bekommen das z. Ich finde diese Bezeichnung eh Quatsch weil es suggeriert, das jeder in dieser Laufbahn die Zulage irgendwann bekommt, was ja nicht so ist. Und mit A9 als PHM hast du doch genauso viel wie n PK und das ohne Führungsverantwortung. So what…?? Und nein ich habe nicht in Lübeck studiert sondern bei der Lapo. Da gibt solche Neiddebatten übrigens überhaupt nicht…..

  5. Wir haben in unserer „Firma“ so viel Zeit uns mit uns selber zu beschäftigen, dass ist unglaublich. Und dieser ausgeprägte Neidfaktor ist auch etwas ganz besonderes.
    Jetzt bewegt sich was, und schon kommen weder die „ewig Vergessenen“ und „unverschuldet auf der Strecke gebliebenen“..

    Man kann’s nicht mehr hören

    Gruß aus Blumberg

  6. Die Leute fehlen während einer Ausbildung ein halbes Jahr lang an der Basis, wo sie dringendst gebraucht werden und wer bitteschön soll als Lehrpersonal „in den Behörden“ fungieren? Die fehlen dann ja auch noch zusätzlich. Bei der Lapo hat man langjährig erfahrene Leute seinerzeit vom mD nach gD mit Handauflegen die Laufbahn wechseln lassen und fertig. Bei der BPOL wird’s das wohl niemals geben, warum eigentlich?

  7. Da kommt man sich vor wie in einem Mixer – alles wird durcheinander gewirbelt – und das mit aller Kraft.

    Da lese ich : Es ist geplant im Herbst (voraussichtlich Oktober) mit 400 KollegInnen zu beginnen und im Frühjahr 2018 die anderen 400 Kollegnnen aufsteigen zu lassen, usw….

    ich habe jetzt nicht die genauen Zahlen im Kopf – Kapitel 06 irgendwo…- 800 Stellen(-inhaber) dürfen aufsteigen – also ca. 1% (Wahnsinn..)

    Ich wundere mich (nicht mehr) über die Antworten hier (und anderen Beiträgen) – wir drehen uns im Kreis – das Ziel sollte darauf ausgerichtet werden, dass es nur noch eine gehobene und eine höhere Laufbahn gibt.

    Klar – einen – wird es geben müssen, der sagt wo der Weg lang geht – aber Polizeiarbeit wird sich weiter entwickeln – schon heute stellt sich in einigen Branchen die Frage nach der „Hierarchiefreiheit des Arbeitsplatzes – z.B. Telearbeitsplätze“

    Bei der Polizei geht es aber um Vertrauen ineinander und untereinander, und vorhandenes Wissen muss allen zur Verfügung gestellt werden -denn sonst bewegt sich jeder in eine andere Richtung.

    Der Politik muss klar gemacht werden, dass es ein Scheibchen für Scheibchen nicht geben kann, sondern das Paket im Ganzen geschnürt werden muss.

    Der Zukunft und der Attraktivität des Polizei Berufs zu Liebe – ansonsten läuft man Gefahr in alte längst überholte Mechanismen zurück zu fallen – wie man an den Kollegen der „Bundesfinanzpolizei“ gerade erlebt, sie werden in so einem „schwarzen Loch“ gerade untereinander aufgerieben und zerrieben.

  8. Werte Kolleginnen und Kollegen,

    wenn ich mir vorstelle seit wie vielen Jahren es diese Möglichkeit des Aufstiegs mit begrenzter Ämterweite gibt und mit all seinen Auswirkungen betrachte wird mir einigermaßen schwindlig.

    Seit vielen Jahren liegt die Fortbildung in unserer Behörde brach und kann auf Grund von erhöhten Einstellungszahlen im mD und gD nicht oder nur mehr äußerst unzureichend angeboten und durchgeführt werden.
    Als nächstes sollte man in Betracht ziehen wie viele Mann/Fraustunden diesem Wahnsinn zum Opfer gefallen sind und die KollegInnen nicht ihren originären Aufgaben nachkommen konnten, weil sie dem behördlich verordneten Aufstiegswahnsinn frönen mussten. Und das alles in einer Behörde die aus den letzten Löchern pfeift? Wo alle Berufsvertretungen, Dienststellenleiter und was weiß ich wer sonst noch nicht müde werden und den Personalmangel beklagen? Wo Führungskräfte mit Vehemenz darauf hinweisen, dass die Talsohle noch nicht erreicht ist und wir noch mehr Jammern und Wehklagen werden und die Belastungen steigen werden?
    Wenn man jetzt noch dagegenrechnet, dass viele der Aufstiegsbeamten bereits 20, 25 und mehr Dienstjahre hinter sich haben und sich in diesem Verfahren wieder mit Berurteilung der Lage auseinandersetzen müssen, um den Dienstposten den sie seit vielen vielen Jahren haben, bzw. auf dem sie beauftragt sind weiterhin ausführen zu können, dann läuft es zumindest mir kalt den Rücken runter. Und an meiner Dienststelle werden Probebeamte mit GL-Tätigkeiten beauftragt, weil keine erfahrenen gD-ler mehr da sind???
    Die Krönung der schönsten Stunden ist dann noch die Tatsache, dass eben diese Kollegen mit viel Lebens- und Berufserfahrung, fachlicher und sozialer Kompetenz auf 2 Praktika geschickt werden.
    Ja geht’s noch???
    Um jetzt noch bei der Wahrheit zu bleiben: Wo ist das bitte noch kostenneutral? So wie es der Politik und Öffentlichkeit versprochen wurde?
    Ich kenne keinen der KollegInnen die für diese Zeit auf Reise- und Trennungskosten verzichtet haben! Es hat jeder seine Familienheimfahrt genommen! Es wurden tlw. Unsummen für Übernachtungen ausgegeben! Und was weiß ich noch alles mehr.

    Sind wir wirklich so eine Superbehörde und sind unsere Anforderungen im gD so groß, dass wir es den oben beschriebenen „alten Hasen“ nicht zutrauen per Handauflegen aufzusteigen. Oder sind unsere Beamte so viel dümmer im Vergleich zu den Landespolizisten, dass es dringend einer Anpassungsfortbildung bedarf?

    Mein Gott, wenn es schon sein muss, dann schickt die Leute eine Woche auf ein Seminar mit einem multiple-choice-Test zum Abschluss mit 10 Fragen und beim rausgehen bekommen die Leute die vom POM zu PHM befördert werden sollen keine 4 blauen Sterne sondern 1 silbernen und dann ists auch wieder gut.

    kollegiale Grüße

    Markus Mayer

  9. @PHM…

    dann farg mal speziell in Berlin nach wie die weiteren Beförderungschancen der vielen PK’s in Berlin sind.
    Da muss man sich beispielsweise was höherdotierte Dienstposten bewerben und hat nicht eine solche Bündelung A9gD-A11 wie bei uns….
    Schau mal wieviele altgediente PK’s dir in Berlin über den Weg laufen…..die voraussichtlich auch als PK in Pension gehen….

    Alles hat zwei Seiten….

    Gruß aus Blumberg

  10. @ Markus

    besser kann man es nicht sagen……

  11. @Markus Mayer: Genau das ist das Thema – wir leben in einer hierarchischen Gesellschaftsform -ähnlich oder vergleichbar einer indischen „Kaste“ – in der es auch „Kastenlose“ gibt. Aber es gibt zu viele Querdenker, die mehr verhindern wollen als motivieren – hier mein Tip. Denkanstoos: Titel und Karriere in hierarchiefreien Organisationen…

    Der Zoll ist gerade auf Talentsuche – „Du bis Bundesadlerauge“ so der Werbeslogen oder „Wir brauchen Leute wie dich, die etwas leisten wollen und vollen Einsatz bringen“ und ganz wichtig: Wie kann ich befördert werden? A:…..Wann du in die nächste Besoldungsgruppe aufsteigst, hängt von verschiedenen Faktoren ab, vor allem aber von deiner Leistung. Grundsätzlich ist während deiner Karriere eine Beförderung bis ins jeweilige End-Amt, und danach sogar ein Aufstieg, möglich.

    So belügt man junge Menschen bzw. führt sie in die Irre…- beim Zoll geht man wenn man Pech hat im mD mit A7 in Pension…..

  12. Nur noch Häuptlinge, bald keine Indianer mehr da!

  13. @Zier: Falsch – Gleiche unter Gleichen – von der „höheren Ebene“ abgesehen – Hierarchie freie Kollegialität – in einer evtl. diversizierten Besoldungsspanne (A10/11-A15) – oder was ist „Polizeiarbeit“ wert – egal ob die Kollegen die auf der Straße ihren Dienst verrichten – oder sich um „sachliche/fachliche Entscheidungen – im Büro kümmern dürfen.

    Die Zeiten ändern sich – nur der öffentliche Dienst hinkt immer noch im Mittelalter hinterher – keine modernen Laufbahnreformen, die den Anforderungen von heute und morgen entsprechen. Neidkampagnen – der hat Abitur, der nur mittleren Bildungsabschluss und bis vor kurzem auch noch „der einfache Dienst“.

    M.E. ist der Polizeidienst heute von vielfältigen – oft komplexen/mehr als schwierigen – Tätigkeiten/Sachverhalten geprägt, die eine Unterscheidung in die Laufbahn des mD/gD – Ausnahme hD – nicht mehr rechtfertigen.

    Im Hinblick auf einer immer gewaltbereitere/gewalttätige Gesellschaft, die mit modernsten Kommuniaktionsmitteln untereinander/miteinander kommuniziert muss sich auch Polizeiarbeit dahingehend verändern/anpassen, dass der Zu nicht „ohne uns“ abfährt – das betrifft nicht nur die Gewinnung von Nachwuchskräften, sondern uns alle – incl. unserer Pensionisten – die ihren Teil schon geleistet haben.

    Die Zukunft gehört einer „Polizei“ (Bundes-Bundesfinanz-Güterverkehr-usw.) in der Kenntnisse und (Spezial-)Wissen so umfänglich in allen Ebenen vorhanden sind, damit notwendige Entscheidungen „zielsicher und fundiert“ getroffen werden können.

    Die zweigeteilte Laufbahn (und damit höhere Besoldung) ist auch der Garant für eine entsprechende Lebensqualität im und nach dem aktiven Dienst – die -wenn unser Staat will – problemlos zu finanzieren ist…

  14. @ Zler

    die häuplingsstellen sind doch schon vergeben. Die meisten machen den Aufstieg doch nur weil es finanziell ein Plus gibt. Und für die Pensionierung ist es deutlich besser wenn man als POK in Pension geht als als POM

  15. Warum muss ein PVB, welcher diesen Weg geht, noch mit 57 Jahren Rettungsschwimmer sein?

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