Sendehinweis für den 7.3.2017 – drastische Zunahme des Kokainschmuggels in Deutschland

Zu dem drastischen Anstieg der Kokainexporte sendet das Radioprogramm NDR-Info am Dienstag, dem 7. März 2017 um 20.30Uhr ein Feature in der Sendung „Das Forum“. „Panorama 3“ berichtet am selben Abend um 21.15 Uhr im NDR Fernsehen.

Auch die Tagesschau hat zum Thema berichtet: http://www.tagesschau.de/inland/kokainschmuggel-deutschland-101.html

Share

Themenbereich: Aktuell | Drucken

1 Kommentar
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Obwohl verboten, steigt der Handel mit Drogen jährlich an. Experten schätzen die Umsatzzahlen auf über 350 Mrd. Euro weltweit (2012: 330 Mrd. Euro). Die Gewinne im Drogenhandel sind extrem hoch.

    Berichten nach werden in Deutschland werden mit Drogen jedes Jahr etwa 8,5 Milliarden Euro umgesetzt, allerdings sind das Schätzungen, die sich auf alle Drogen beziehen. Kokain ist nur ein Teil davon. Das weiße, pulverisierte, aufputschende Rauschmittel kommt aus Mittel- und Südamerika über klassische Dreh-und Angelpunkte nach Deutschland – Flughäfen, mit Containerladungen auf Schiffen landet es in den großen Häfen wie Hamburg oder Bremen. Es kommt auch über einzelne Personen nach Deutschland, die das Kokain irgendwo am Körper tragen.

    Bei einem Preis von 50 Euro pro Gramm nimmt ein Dealer auf der Straße täglich etwa 1000 bis 2000 Euro.

    Das Geld muss irgendwie gewaschen werden. Nicht selten läuft der Weg über Hotels oder Restaurants – also Orte, an denen Menschen häufig mit Bargeld zahlen. Die Bilanz solcher Unternehmen wird gegenüber dem Finanzamt dann einfach mal ein bisschen aufgeblasen.

    Die Geldwäsche – nicht nur Drogen – betrifft einen ziemlich großen Markt in Deutschland. Auktionen, Handel, Gastronomie – überall, wo mit Bargeld gezahlt wird, ist ein potenzieller Ort für Geldwäsche: Nach Schätzungen der OECD werden jedes Jahr rund 50 Milliarden Euro in Deutschland gewaschen. Der Teil, den die Fahnder aufdecken, liegt nicht mal bei einem Prozent.

    Der letzte Bericht der DIA – Direzione Investigativa Anti-Mafia (ca. 300 Seiten), beinhaltet auch die Bewegungen der Mafia in Deutschland.

    Allen voran breitet sich die N´drangheta aus. Neu aufgebaute Strukturen der `Ndrangheta gibt es in Deutschland (Singen, Frankfurt, Radolfzell, Rielasingen, Ravensburg, Engen, Duisburg), in der Schweiz (Frauenfeld und Zürich),Österreich (Balkan-Route) und anderen europäischen Ländern (u.a. Spanien, Frankreich, Holland) und in Australien und Amerika.

    Erst vor wenigen Tagen hat die ital. Finanzpolizei am Brenner 5,8 Kilo Kokain beschlagnahmt – in einem Golf, der von einem Marokkaner gesteuert wurde.

    Lt. einem Bericht von „mafia – nein danke“- gestaltet sich das Wirken der italienischen Kriminellen für deutsche Ermittler oft als „Black-Box“ da Ihnen entweder die rechtlichen Instrumente fehlen, die ihnen Einblick in die Aktivitäten der Mafiosi bieten würden. Oder aber Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaften werden schlichtweg nicht eingeleitet – sei es aus mangelnder Kenntnis der Gefährlichkeit der Präsenzen der italienischen Gangster in Deutschland oder weil es politisch nicht gewünscht ist.

    Ein Mammut-Gerichtsprozess, der derzeit in Reggio Emilia abläuft, zeigt, dass die ’ndrangheta dieses spezifische deutsche Desinteresse gezielt für sich nutzt: Mafiosi greifen auf deutsche Geldautomaten dafür zurück. Das „deutsche“ Geld verwenden sie dann für schmutzige Geschäfte. Diese Vorgehensweise hat sogar einen eigenen Namen, sie wird das „Sistema Tedesco“ genannt, das „deutsche System“.
    Einige Angeklagte reisten eigens für die Eröffnung von Konten nach Deutschland, andere nutzten bereits in Deutschland ansässige Unterstützer für diese Zwecke.

    Lt. den von Europol veröffentlichten Zahlen zur Organisierten Kriminalität sowie dem aktuellen Sicherheitsbericht SOCTA ist die Zahl der OK-Banden im EU-Raum um 40 Prozent in die Höhe geschossen. Gab es 2013 noch 3.600 OK-Gruppierungen, waren es Ende vergangenen Jahres bereits 5.000. „Von diesen Gruppierungen hat jede zwanzigste einen Bezug zum Terrorismus.

    Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mahnt deshalb zusätzliches Personal für den Zoll an, dem heute schon bundesweit über 8000 Kräfte fehlen.

    Wenn wir nicht schleunigst reagieren – haben wir den Kampf bereits verloren

    La Mafia é anche nella tua citta – Die Mafia ist auch in deiner Stadt…

Eure Meinung ist uns wichtig,
kommentiert diesen Artikel!

Jedoch, auch hier gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.