Keine Zurückhaltung – Beförderungen jetzt!

Mit großem Erfolg hat sich die Gewerkschaft der Polizei für mehr Beförderungen eingesetzt. Über 6.000 Beförderungen sind nun möglich. Das ist ein großer Erfolg für die Weiterentwicklung der Bundespolizei und für viele Kolleginnen und Kollegen.

„Wir haben als Gewerkschaft der Polizei in langen Verhandlungen mit den Haushaltspolitikern im Bundestag diese Beförderungsmöglichkeiten durchsetzen können. Die Beförderungen sind auch eine Anerkennung für die hohen Belastungen, denen unsere Kolleginnen und Kollegen nach wie vor ausgesetzt sind. Wir erwarten, dass die Beförderungsmöglichkeiten nun auch ohne Zögern genutzt werden. Auch die Beförderungsrichtlinien regeln eindeutig, dass Beförderungsmöglichkeiten umgehend zu nutzen sind“ so Jörg Radek, Vorsitzender der GdP in der Bundespolizei.

Der Bezirkspersonalrat hat mit dem Präsidium vereinbart, dass alle Beförderungen rückwirkend zum 1.4.2017 umgesetzt werden.

Auf Kritik stößt bei der GdP die Tatsache, dass in einigen Bereichen Beförderungsmöglichkeiten zurückgehalten werden und zur Begründung zum Teil auf das Hebungsprogramm oder auf die Aufgabenkritik in der Führungsgruppe verwiesen wird.

Hier einen Zusammenhang zu konstruieren ist vorgeschoben und völlig abwegig. Es gebe, so Radek, „keinen sachlichen Grund Beförderungsmöglichkeiten zurückzuhalten, da auch im kommenden Jahr wieder Beförderungsmöglichkeiten in großem Umfang zur Verfügung stehen werden“. Auch sei nirgendwo festgelegt, dass nur befördert wird, wer eine A1 oder A2 in der Beurteilung habe.

Daher fordert die GdP, dass alle Beförderungsmöglichkeiten auch eingesetzt werden. „Die Kolleginnen und Kollegen haben sich ihre Beförderungen durch ihre Leistungen redlich verdient.“ sagte Radek.

Vorbild sollte das Bundesinnenministerium sein, denn dort wurden alle Beförderungen in der B-Besoldung sogar rückwirkend zum 1.1.2017 komplett eingesetzt und zwar unabhängig davon, ob die Beurteilung eine A1 oder B 2 lautete.

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25 Kommentare
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  1. Ja super. Dann besteht ja noch die Chance mit meiner B2 befördert zu werden. Hurra!

  2. So ist das und so wird es immer sein. Alle Tiere sind gleich nur manche sind gleicher. Und wenn nächstes Jahr der MD wieder mehr Beförderungen erhält ist doch alles gut.
    Wenn nicht wird’s bei der BUPOL interssant.

  3. traurig ist auch, daß in der Direktion pirna einige Beförderungen ausgesetzt wUrnen, weil jemand klagen wollte.

  4. Tja und den ersten beförderten KSB mit A11 gibts in der D KO auch schon….aber nur durch Handauflegen….während GLs dabei auf der Strecke bleiben….mich wundert nicht wenn da keiner mehr Bock hat….

  5. Ach ja noch n Zusatz zu meinem Kommentar und die Preisfrage: Wie kann es sein, das ein KSB A11 wird in der D KO, also bei den 104 Beförderungen dabei ist und ein GL 80 Plätze dahinter???? Da oben steht doch was von Anerkennung für die hohen Belastungen bla bla bla…und der GL in FFM HBF, wo, wie alle sagen, 40 Prozent der ganzen Arbeit anfällt ist dann 80 Plätze dahinter???? Jetzt die Frage: Was haut in diesem Sytem nicht hin?? Mehr Schieflage für diese angebliche ‚Annerkennung‘ geht nicht…

  6. Das Beurteilungssystem war meiner Meinung nach nicht transparent. Es wurde teilweise von den Direktionen unterschiedlich gehandhabt. Nun sind die Richtlinien abgeklärt und jeder muss nun umsetzen. Dies ist eine einfache Exelprogramierung und eigentlich in 2 Tagen erledigt. Somit ist es sehr unverständlich das manche D und die BPOLAK solange brauchen oder gar Stellen zurückhalten.
    Ich hoffe die GDP setzt sich für die rasche Beförderung in allen Direktionen sowie der Akademie ein. In einer Direktion im Süden wurde vorbildlich gearbeitet und alles umgesetzt. Hier wurde bis tief in die B1 befördert. Ich hoffe das nun alle nachziehen. Es ist wirklich nicht nachvollziehbar hier Stellen und Beförderungen hintern Berg zu halten. Evtl. zu versuchen durch Anschlussbeurteilungen etwas zu ändern. Liebe GDP macht dabei den Direktionen und auch der Akademie Druck das nun alles rausgegeben wird.

  7. Da kann man nur noch lachen! Wer erzählt denn das A1 und A2 befördert werden?? Das ist man völliger Quatsch .
    Man kann seit 2004 durchgehend 8 Punkte haben und jetzt A2 was soll ich sagen das reicht nicht!!!
    Man sollte diese nicht schreiben .

  8. Ohne wenn und aber – die GdP kann sich diesen Erfolg auf die Fahnen schreiben – Hut ab.

    Das Laufbahnrecht (einschl. Besoldungsrecht) ist überholt und gehörte eigentlich schon lange auf den Prüfstand – wir alle leisten Polizeiarbeit – und hätten nicht nur nach dem GG, das gleiche Recht auf berufliches (gleiches) Fortkommen – darüber hinaus wird auch noch durch „Beurteilungen“ bestimmt, wer „mehr Geld“ bekommt und wer nicht.

    Vor wenigen Tagen erst habe ich wieder erfahren, dass ein Kollege bei der Bundesfinanzpolizei nach 45 Dienstjahren mit A8 in Pension gehen wird. Es war nicht „gewollt“ ihn in den letzten 18 Jahren so zu beurteilen, dass er das Endamt im mittleren Dienst erreichen konnte – im gleichen Zeitrum wurden (bundesweit) mehrere Dutzend/hundert Kollegen mehr als zweimal- einige sogar dreimal befördert.

    Er ist kein Einzelfall. Es scheint Fälle zu geben, da werden Kollegen – einfach so – aufs Abstellgleis – abgeschoben – mit allen für sie negativen Folgen.

    Hier sollte die GdP auch einmal kritische Fragen stellen – wieso so etwas geschehen kann/darf..

  9. Bei unserer Direktion wurden über 300 Häuptlinge (gD) und nur ca. 80 Indianer (mD) befödert od. ernannt. Ich bin mal gespannt, wie es weitergeht, wenn die Indianer mal keine Lust mehr haben zu kämpfen!!!

  10. Hm, ist nicht der PK, POK auch KSB. Ich verstehe diese Neiddebatten nicht. Auch @observer – wenn der gl erst befördert wurde, wesentlich jünger ist etc, wieso soll ein KSB net A11 werden. Wer macht den die Arbeit. Auf wen ist denn der GL angewiesen.
    Freut euch mit denen die es erwischt hat.

  11. Frage zu Beförderungen: Ich habe von vielen Beförderungen gehört. Gibt es das „Z“ eigentlich noch; oder ist das wie schon seit Jahren ein Auslaufmodell; oder wird es sogar abgeschafft ? Blicke nicht mehr durch. :-)

    Antwort

    Die Amtszulage (das sogenannte „Z“) ist in § 42 BBesG verankert. Bis zu einem Drittel der Polizeihauptmeisterstellen können als herausgehobene Funktionen mit einer Amtszulage unterlegt werden. Insgesamt teilt sich der mittlere Dienst so auf: bis zu 50% aller Stellen A 8, bis zu 50% der Stellen A 9 (mittlerer Dienst), davon 30% mit Amtszulage („mZ“).
    Ein Auslaufmodell ist die Amtszulage keinesfalls! Allein im Bundeshaushalt 2017 konnte die GdP in den Verhandlungen im Bundestag 322 zusätzliche weitere Beförderungsmöglichkeiten in die Amtszulage („Z“) für unsere Mitglieder erstreiten – der Bundesinnenminister hatte in seiner Haushaltsforderung hingegen ganze 81 Stellenhebungen nach „Z“ gefordert.
    Es wird also weiterhin Beförderungen in die Amtszulage geben, von einer Abschaffung kann keine Rede sein.

    Kollegiale Grüße
    Sven Hüber

  12. Das angesproche Thema von Streik wurde mich auch interessieren.
    Wird es in Zukunft auch weiterhin Einweisung zum Z geben? Es gibt Gerüchte das bald keiner mehr zum Z befördert werden soll. Bitte um
    Eindeutige Antwort. Danke

    Antwort

    Ich weiß nicht, wer solche Gerüchte verbreitet und warum, aber „fake news“, Verschwörungstheorien und Weltuntergangsszenarien haben ja gerade Konjunktur.
    Die Behauptung, „das bald keiner mehr zum Z befördert werden soll“, ist kompletter Unsinn. Die Fakten habe ich bei der Antwort @Streik dargestellt.

    Kollegiale Grüße
    Sven Hüber

  13. Ewige Neiddebatten schon bei der Beurteilung, eine Behörde, die nix auf die Reihe bekommt und diverse Klagen sorgen dafür, dass man sich über eine Beförderung (wenn die denn dann noch durchgeführt wird….irgendwann….vielleicht….) nicht mehr freuen kann.

  14. zu Beitrag 7 und 11

    Das sehe ich ähnlich.
    Einige werden / wurden in ihrer Laufbahngruppe mit der Note B2 befördert.
    Bei anderen reicht es mit einer „guten“ A2 ( Leistungsmerkmale 2 x A1 + 2 x A2 ) nicht zu einer Beförderung !!!
    Das kann und muss ich wohl nicht verstehen, oder ?

    Gruß

  15. @observer-da solltest du mal deinen DGL (auch Erstbeurteiler fragen); vielleicht stimmt ja die Leistung nicht!
    Außerdem warum sollte ein GL mit vielleicht 8-10 Dienstjahren einem KSB gD mit 35 Dienstjahren vorgezogen werden?
    Ich glaube, dass der KSB gD schon viel mehr geleistet und auf sich genommen hat, wie der GL mit 8-10 Dienstjahren und deshalb hat es der KSB gD (der vermutlich schon GL-Tätigkeiten oder ähnliches wahrgenommen hat) es auch verdient PHK zu werden. Neid ist unangebracht.

  16. Übrigens, dass mit der Leistung ist natürlich subjektiv gemeint, genau wie das ganze Beurteilungswesen!!!

  17. @Stern des Südens: Na dann bleiben wir doch am besten gleich alle 9-11 und niemand hält mehr den Kopf als GL hin und hat Führungsverantwortung. Wenn das so geschehen soll und gewollt ist, bitte….mal sehn was dann passiert.

  18. @ the observer
    ich kann dein Problem n i c h t wirklich nachvollziehen.
    Nur weil der GL noch nicht PHK ist, darf ein KSB, der eine 9/11 Stelle hat, nicht A11 werden ?
    Wie schon erwähnt, für mich nicht nachzuvollziehen.

  19. Observer – bitte erzähl mir nichts von Kopf hinhalten. Wenn irgendwas schiefläuft dann trifft es meistens die kleineren als den GL. Der saß ja im „Warmen“. Gönnt einfach jeden der befördert wurde dies auch. Und wenn man die Direktionslisten auswertet, dann ist es ja auch nicht schlecht was da rausgehauen wurde. Dies hat die GDP erkämpft. Das Problem ist das ganze System. Ich wage zu bezweifeln das allen klar war was bei der neuen BU wichtig ist. In einer Direktion im Süden wurde bis tief in die B1 z.B. beim A11 er rein Befördert. Perfekt – die Kollegen haben es sich verdient. Was will man denn mehr. Interessanter wird es z.B. wenn jemand aus Bad Bramstedt dort laut Liste drangewesen wäre und nun in eine andere Direktion oder in die AK versetzt wurde und nicht zum Zug kommt. Was Observer meint muss man auch differenziert sehen. Bei einigen Besoldungsgruppen hat die B2 gereicht – zur A12 natürlich nicht. Interessant ist auch die unterschiedliche Ansetzung: Direktion Süd 4,25 zu A11, andere D 4,5, andere 4,75, 5.
    Wie gesagt. DAS aktuelle BU System ist meiner Meinung nach nicht besser als das davor.

  20. Oh, eine sehr kontroverse Diskussion – Kollegen – es geht uns doch allen darum, dass möglichst viele (genau gesagt „alle) Kollegen fair und gerecht bezahlt werden. Für mich heißt dass, dass „Polizeiarbeit“ an sich zu bewerten ist. Verantwortung trägt nicht nur der, der an der Spitze einer Einheit oder Spitze i.S. von ganz oben steht- sondern jeder von uns-egal welche Funktion oder Position er/sie wo und wann ausübt.

    Nehmen wir als Beispiel Bienen und Ameisen – als Einzelwesen würden sie nicht überleben – zusammen aber entwickeln sie ein eine kollektive Intelligenz, die einzelnen Individuen überlegen ist. Die Intelligenz selbstorganisatorischer Systeme lässt sich am System einer Ameisenkolonie sehr gut verdeutlichen. Aufgrund der Komplexität einer Ameisenkolonie ist es für die Königin unmöglich jede Ameise zu überwachen bzw. zu steuern. Dort gibt es keine Führungsstrukturen.

    Auch Bienenvölker kennen keine Führung. Es gibt kein Individuum das anführt und entscheidet. Die Bienen organisieren sich einfach selbst (Ein Teil des Textes stammt aus dem Buch „Wenn sie wollen, nennen sie es „Führung“).

    D.h. es muss ein Umdenken statt finden -dass dazu führt, dass die Besoldung/Beförderung nicht von gewissen Abhängigkeiten bestimmt wird. Um wieder auf die Ameisen zurück zu kommen – wo Kooperation innerhalb einer Spezies einen großen Überlebensvorteil bringt.

  21. Auch ich gönne jedem Kollegen / jeder Kollegin die Beförderung.
    Der Beitrag der GdP allerdings suggeriert jedem außenstehenden, dass zumindest alle Kollegen/innen, welche eine A1 oder A2 in der Beurteilung haben, zum Kreis der beförderten Kollegen gehören.
    Das ist ja aber bei weitem nicht der Fall.
    Es erschließt sich mir (und nicht nur mir ) nicht, warum in einigen Besoldungsgruppen nicht einmal die oberen 15 % ( A1+A2 ) zum Kreis der Beförderten gehören.
    In anderen Besoldungsgruppen allerdings bis weit in den B-Bereich befördert wurde und somit wohl teilweise über 50 %.
    Gibt es da einen nachvollziehbaren „Verteilungsschlüssel“ oder ist das so etwas wie Willkür ?!

    Gruß

  22. @ Objektiver

    siehe Bundeshaushalt 2017, Einzelhaushalt 0625, Titel 422 01
    Wenn Du nach Bundeshaushalt googelst findest Du ein großes pdf Dokument mit 2938 Seiten, da auf Seite 745 ist alles aufgeschlüsselt.

  23. Was ist eigentlich in unserem tollen Präsidium los? Überall wird mit Urkunden um sich geschmissen nur in Potsdam tut sich nichts. Und so etwas ist der „Kopf“ unserer Behörde. Ein Grund zum Nachdenken (wer hält da was und warum zurück?).

  24. Auch in der BPOLAK wird scheinbar nur ein Bruchteil ausgegeben. Also B1 gar nicht und A2 nur zum Teil. Was ist da denn los. GDP bitte mal drum kümmern.

  25. 37 Jahre alt und EPHK, blockiert jetzt 25 Jahre lang die zukünftigen Beförderungsmöglichkeiten anderer.

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