G20-Grenzkontrollen fordern die Bundespolizei erheblich

Jörg Radek, Vorsitzender GdP-Bezirk Bundespolizei

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erinnert anlässlich der Verstärkung der Grenzkontrollen an die immense Belastung in der Bundespolizei. Im Zuge der Vorbereitungen zum G20 Gipfel in Hamburg werden deutschlandweit die Kontrollen an den Grenzen wieder intensiviert. Bei der für den Grenzschutz zuständigen Bundespolizei wurden dafür eine Urlaubssperre und 12 Stunden Schichten angeordnet.

„Unseren Kolleginnen und Kollegen ist die Bedeutung der G20 bewusst. Alle sind hochmotiviert ihren gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass wir auch ohne diesen Einsatz bereits bis an die Schmerzgrenze belastet sind. Wir bauen noch immer Überstunden aus dem G7 Einsatz ab“, so Jörg Radek, Vorsitzender der GdP in der Bundespolizei.

Neben den Grenzkontrollen sind Bundespolizisten auch unmittelbar in Hamburg im Einsatz um die dortige Landespolizei zu unterstützen. Zeitgleich belastet der zunehmende Urlaubsverkehr durch die beginnenden Sommerferien die Bundespolizei an den Flughäfen. Der Migrationseinsatz im Süden dauert weiterhin an und auch an den Bahnhöfen sind weiterhin Reviere zeitweise geschlossen aufgrund des Personalmangels.

„Es ist Zeit, dass das Personal der Bundespolizei endlich den zunehmenden Aufgaben angepasst wird. Die in den vergangenen zwei Jahren beschlossenen zusätzlichen Stellen können da nur ein Anfang sein. Außerdem braucht es faire Konzepte, wie die anfallenden Überstundenberge abgegolten werden. Hier müssen Politik und Polizeiführung Lösungen anbieten, die den Kolleginnen und Kollegen eine echte Anerkennung und Wertschätzung ihrer Arbeit zeigen“, fordert Radek.

Share

Themenbereich: Aktuell | Drucken

5 Kommentare
Eure Meinung zu diesem Beitrag ist uns wichtig: »

  1. Hallo!
    Kümmert euch bitte erstmal um eine faire Stundenabrechnung für den anstehenden G20 Gipfel.
    Die Wertschätzung hier kann meiner Meinung nach, nur eine Vollzeitvergütung bedeuten.

  2. Die Grenzkontrollen werden durch die Politik bestimmt. Da die CSU dort erheblichen Druck macht und die Bayern sogar eigenes Personal schicken, wird sich hier in naher Zukunft nichts ändern.
    Das Personal wird auch frühestens 2019 ff. verfügbar sein. Was hilft es da sich ständig zu beschweren.
    Was man tun kann ist:
    – Verbesserung der Besoldung (nicht dass wir irgendwann eine ähnlich Presse haben wie die Berliner Polizei)
    – Überarbeitung des PEK- dieses Dienstpostenhopping im gD muss aufhören
    – Abschaffung der Erschwerniszulage und Verdopplung der DuZ – Beträge. In der Migrationslage oder auch bei G20 Einsatz gibts Einsatzkräfte, die über längere Zeiträume Nachtschichten absolvieren (7-10 Tage). Sollten diese ihre Dienstpärchen im Anschluss nicht zusammen bekommen, erhalten diese keine Erschwerniszulage, obwohl sie wirklich belastende Dienste leisten. Meiner Meinung nach skandalös.
    – Schaffung von A9g-11 Stellen in Einsatzhundertschaften um bei der MKü als PVB in der Gruppe, ähnlich dem KSB

  3. Wir könnten aber auch weiterhin ganz viele KollegInnen auf eine 6-monatige Fortbidlung schicken, damit diese in den kastrierten gD wechseln können. Das hat in den letzten 10 Jahren auch schon ganz gut geklappt.

    Prüfungsfreier Aufstieg jetzt!!!

  4. Wie, Grenzkontrollen?
    Hat Frau Bundeskanzlerin nicht eindeutig bekanntgegeben, dass man die deutschen Grenzen gar nicht sichern kann?

  5. Solange man von den Grenzevieren z.B. aus dem Südosten der Republik, die Leute -gleichzeitig- nach Passau, Rosenheim, Leipzig und Berlin Txl, SHF, Ost- und Hauptbahnhof und ab herbst wieder nach FFM schicken kann, splange kann einem der Grenzschutz nicht wichtig sein.

Eure Meinung ist uns wichtig,
kommentiert diesen Artikel!

Jedoch, auch hier gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.