Positive Resonanz zur Aktion „Innere (Un-)Sicherheit“ in Berlin

Heute schlug die GdP-Direktionsgruppe Berlin-Brandenburg Alarm: Die Bundespolizeidirektion Berlin ist bei der gegenwärtigen Gefährdungslage und einer gleichzeitig desolaten Personalsituation am Limit. Daher kamen heute Bundespolizistinnen und Bundespolizisten mit einer einstündigen Demo am Berliner Hauptbahnhof zusammen, um Pressevertreter, Bürgerinnen und Bürger auf diesen Zustand aufmerksam machen. Unterstützung gab es auch von der GdP-Fraktion im Hauptpersonalrat.

Der Hintergrund: Täglich fehlen mehr als 1.000 Polizistinnen und Polizisten. Die vorübergehende Schließung von Bundespolizeirevieren aufgrund von Personalmangel ist daher zum Dauerzustand geworden. Die Folgen: Die Bundespolizei ist an Bahnhöfen in der Fläche kaum noch präsent und die grenzpolizeilichen Aufgaben an der Binnengrenze zu Polen werden vernachlässigt, um dezimierte Flughafen- und Bahnhofsdienststellen in Berlin zu unterstützen.

In der Bundeshauptstadt Berlin gilt es eine außergewöhnlich sensible Infrastruktur zu schützen: Zwei Flughäfen Tegel und Schönefeld mit über 33 Mio. Fluggästen, zahlreiche kritische Bahnhöfe mit täglich 3,5 Mio. Bahnreisenden sowie besonders gefährdete Einrichtungen, wie z.B. Bundeskanzleramt, Bundesministerien oder Bundespräsidialamt. Hinzu kommen immer häufiger (Groß-)Veranstaltungslagen, wie zum Beispiel Demonstrationen oder Sportveranstaltungen.

Die Beschäftigten der Bundespolizeidirektion Berlin leisten im Dauermodus Dienst an der Belastungsgrenze. So können die Sicherheitsaufgaben der Bundespolizei nicht dauerhaft bewältigt werden. Dafür machen wir uns stark!

In der Presse/Links:

WELT N24: „Bundespolizisten gehen wegen Personalmangel auf die Straße“

Märkische Allgemeine: „Personalmangel: Bundespolizei demonstriert“

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2 Kommentare
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  1. Wir sind selbst von dieser „hausgemachten“ Personalknappheit betroffen. Was festzustellen ist, dass hier noch untertrieben wird. Die Reviere in den Außenbereichen, hier insbesondere die im Land Brandenburg der berliner Bahninspektion mit Sitz im Zentrum der Stadt, werden ausschließlich zu Gunsten des Inspektionssitzes geschlossen. Beamte schaffen es doch Tatsache in diesem Jahr weniger als 20 Schichten in ihrem Heimatrevier verbracht zu haben. Das sagt doch viel über die Einstellung der eigenen Führungskräfte aus. Aber wie war das, die Brandenburger Bevölkerung soll doch die Landespolizei rufen!!! Ja aber, die ist auch nicht mehr da!!!
    Weiterhin wird überhaupt nicht mehr auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geachtet. Da heißt es nur noch, was interessiert mich wie lange Du von zu Hause zur Dienststelle fährst, es wird da Dienst gemacht, wo es angeordnet wird. Dass die Beamten am Limit fahren ist dabei egal. Ob die Beamten ihre Familien sehen, egal. Ob die Berufszufriedenheit nicht mehr vorhanden ist, egal. Das der Altersdurchschnitt im Bereich der 50 Jahre liegt, egal. Ich warte auf den Tag, dass der erste Beamte Tod auf der Dienststelle umfällt. Ist doch dann bestimmt auch Egal. Herzinfarkte und Schlaganfall hatten wir ja schon ausreichend im Dienst. Aber wie wird dann immer gesagt, dass hat aber keinen dienstlichen Bezug. Nee überhaupt nicht.
    Der Höhepunkt ist dann noch, dass sich die 50 jährigen und darüber hinaus gehenden Beamten an den Wochenenden noch den Einsatzanzug anziehen müssen und gewalttätige Fußballfans „betreuen“ dürfen.
    Die Dienstgruppen fahren mit einer Stärke von unter 40 Prozent und die Stäbe im Bereich Berlin/Potsdam bei 150 Prozent und mehr. Irgendwie habe ich den Verdacht, in dieser Bundespolizei läuft etwas schief. Wie sagte ein Kollege unlängst, hoffentlich werden wir nicht mal von einem Terroranschlag heimgesucht. Aber ich glaube nicht, dass es eine Frage ob ist, es ist nur eine Frage wann und wo. Und dann möchte ich mal sehen, was sich dann tut. Aber wie war das, das Personal in diesem Ausmaß fehlt haben wir ja nichts gewusst.
    Also liebe Kollegen, achtet auf Eure Gesundheit, seid immer Wachsam und kommt bitte heil zu Euren Familien nach Hause. Es gibt auch noch ein Leben nach dem Dienst!!

    PS. Das sich das Präsidium nicht zu den Aussagen der Gewerkschaft äußert, wundert niemanden. Dann müssten sie ja ihr eigenes Versagen eingestehen.

    Wer Fehler findet, der kann sie gern behalten. Danke

  2. https://www.derwesten.de/staedte/duisburg/maenner-auf-drogen-schiessen-aus-fahrendem-auto-auf-polizist-und-diensthund-in-duisburg-id211934047.html
    Das passiert also, wenn man „versehentlich“ mit einer Luftpistole auf einen Polizeibeamten und seinen Diensthund schiesst. Gar nichts !
    Wenn ich morgen aus meinem Audi – mit einem Freunden und unter Betäubungsmitteleinfluss – versehentlich einen Kollegen mit dem Luftgewehr beschiesse (und nicht treffe), wird man mich nach der Vernehmung auch so laufen lassen.
    Irgendwo und irgendwann hört es mal auf.
    Wie wäre wohl der Fall in den USA abgelaufen ? Das wäre ja mal eine Frage in der theoretischen Ausbildung für unsere Anwärter. Aber besser nicht zu beantworten, sonst würde die Polizei nachher noch bei solchen o.g. Vögel Respekt geniessen und die sich so etwas nicht so leicht mehr wieder erlauben.

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