GdP setzt sich für eine allgemeine Einführung des Oberschenkelholsters ein

Oberschenkelholster der Bereitschaftspolizei

Wir alle kennen es: Die Waffe drückt auf den Hüftknochen, teilweise ist das Tragen am Gürtel schlecht für die Haltung. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen aus den Dienststellen haben sich mit ihren Beschwerden, z.B. über schmerzende Druckstellen, an die GdP gewendet. Daher setzen wir uns gemeinsam mit unseren GdP-Vertretern im Bezirkspersonalrat für eine allgemeine Einführung des Oberschenkelholsters ein.

Der Sachstand heute: Zurzeit haben nur die Bundesbereitschaftspolizei, die MKÜ, Hundeführer sowie Spezialkräfte ein Oberschenkelholster. In allen anderen Bereichen ist das Tragen selbst bei einer medizinischen Indikation nicht erlaubt. Der Arbeitgeber begründet dies damit, dass das Erscheinungsbild der Kontroll- und StreifenbeamtInnen sonst zu „martialisch“ wirke.

Unserer Ansicht nach eine veraltete Sichtweise, die sich dringend ändern muss. Auftrieb gibt uns dabei das Beispiel der GdP in der Landespolizei Schleswig Holstein. Dort soll nun das Oberschenkelholster eingeführt werden. Doch auch dort hat sich die Dienststelle erst nach der Intervention des „Rats der Fachleute für Gesundheitsschutz“ gebeugt. Wir bleiben dran!

Doch das Oberschenkelholster ist nur eine unserer zahlreichen Baustellen bei der Optimierung unserer Ausstattung und Bekleidung. Aktuell sehen wir noch dringenden Handlungsbedarf bei unseren Einsatzmützen, bei der Frage der Bewaffnung und Schutzkleidung.

Ihr habt weitere Anregungen für uns? Dann schreibt sie uns an: agbekleidung@gdp-bundespolizei.de

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8 Kommentare
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  1. Oberschenkelholster ist gut und schön, allerdings glaube ich, dass das Gewicht des Gurtes mit allen Ausrüstungsteilen die wir täglich mit uns rumschleppen, trotzdem noch zu hoch ist! Was ja wohl mit Hüftschiefstellung und anderen Problemen bestätigt wurde.
    Deswegen sollte dringend über ein Tragegurtsystem für die Schulter oder ein Tragesystem für die Schutzweste gedacht werden! Das ist wohl die beste Möglichkeit die Hüfte zu entlasten und die Beweglichkeit zu erhöhen!

  2. Das Oberschenkelholster für Jedermann ist ein guter Anfang. Generell sollte man dem PVB mehr Auswahlmöglichkeiten der FEM und der Trageweise anbieten, denn jeder hat da seine eigenen Präferenzen und dann auch effizienter/gesünder/sicherer unterwegs.

    Ein Westensystem mit MOLLE wäre eine Überlegung wert, so hätte jeder die maximale Flexibilität in der Anordnung seiner FEM.

    Frage: Welche Optimierungen laufen denn derzeit oder werden seitens der GDP gefordert?

    Zum Thema Einsatzmützen: Ich hoffe da sind jetzt nicht nur die schlecht sitzenden und unvorteilhaft aussehenden Basecaps gemeint, sondern auch die überholten Schirmmützen, welche das Gros der „auf der Straße“ eingesetzten Beamten gerne in den Spind verbannen würde.. Die Schirmmütze stört, mindert die Wahrnehmung und hat keinerlei Schutzfunktion. Zudem steht mittlerweile an allen Seiten der Uniform „Polizei“ dran und somit ist auch eine Erkennbarkeit gegeben.

    Wäre es möglich über den aktuellen Sachstand zur Beschaffung neuer Bewaffnung und Schutzbekleidung Informationen zu erhalten? Wenn das so schnell läuft wie das 2te Magazin für alle…
    Ist der Taser eigentlich noch im Gespräch oder bereits gänzlich abgelehnt?

  3. Jawohl, her mit dem Oberheschenlelholster für alle. Bequemer, praktischer, besser. Wir brauchen generell mehr Wahlfreiheit bei den FEM. Ich wäre für die MP7 im Oberschenkelholster am anderen Bein. Immer dabei, keine Verstauungsprobleme im KFZ, einfach praktisch. Allerdings muss ich zugeben, dass dieses ganze FEM Wirrwarr vor allem für die älteren Kollegen zunehmend eine Belastung wird.

  4. Unsere Entscheider über die Verwendung unserer Einsatzmittel sollten sich mal selbst 1 jahr lang mit all dem gerötet in die vorderste Linie stellen. Ich bin mir sicher, dass sie dann schnell merken würden was praktisch und was unpraktisch ist.

    Aber nur in lockerer uniform im Büro sitzen, ohne all das am körper, da drückt ja nun mal eben nichts.

  5. OSH ist nicht die Lösung.
    Es kommt ständig immer mehr an Ausstattung und Gewicht. Downsizing wäre notwenig.
    Pistole, zweites Magazin, Pfeffer, Tourniquet, Taschenlampe, Stahlfessel, EKA, Funk, Handschuhe, Diensttelefon,
    Dazu: Owi Block, Notizheft, notwendige Belehrungen, Kurzübersichten, Pläne, Schlüssel, Zugangskarte, privates Telefon,
    Weiterhin: Vierkant oder Lupe, Einweghandschuhe, Beatmungsmaske
    Ballistische Weste, Schwere Weste, Helm, MP, Reserve-MP-Magazin,
    oder KSA und Helm

    So sinnvoll das jeweils sein mag, umso mehr wird es in der Summe.

    Die ballistische Weste ist sinnvoll. Jedoch ist das tägliche tragen ständiges Gewicht. Atmungsaktiv ist das auch nicht. Im Sommer, aber auch sonst, ist das TShirt durch.

    Ich wünsche mir deutlich weniger Gewicht!

  6. @Ich
    Weniger Gewicht fängt am eigenen Körper an. Ironie off!

    Richtig, weniger Gewicht wäre sinnvoll, aber die genannten FEM, sind leider jene, welche wir am meisten brauchen.
    Gerade in HH werde ich nicht auf FEM verzichten, die mir oder meinem Kollegen das Leben retten können.
    Beinholster oder nicht, der Dienstherr muss es zur Verfügung stellen und auch mal auf die Kompetenz der Kollegen vertrauen. Dann könnten die selber entscheiden, ob sie es nutzen oder nicht.

    Zumal die Diskussion über das „martiale“ Aussehen der Kollegen völlig veraltet und realitätsfremd ist. Den respektlosen „Bürger“ interessiert dies eh nicht. Der Traum vom Polizisten, der durch die Straßen geht und von den Bürgern um Hilfe gebeten oder freundlich gegrüßt wird, ist doch längst geplatzt. Außer bei der Polizeiführung, die alles für die Politik schön redet. Da krankt es doch im System. Warum können Personen die zur Festnahme/Abschiebung/Verbot der Einreise in den Schengenraum ausgeschrieben sind, sich frei in Deutschland bewegen?

  7. Und vor allem müsst Ihr damit mal laufen….ich glaube einige fordern immer nur, ohne sich über die Folgen und Nachteile Gedanken zu machen.
    Besser wäre der breite Übergürtel der das ganze Gewicht sauber verteilt und einen hohen Tragekomfort gewährleistet. Der Trageversuch läuft doch seit langem. Das Beinholster kann und darf auch nur am Einstzanzug getragen werden, zieht den Gürtel nach unen und wiegt mehr als ein normales Holster. Eingeführt wurde es es ja nicht für Regeldienstlagen sondern robuste Einsätze. Das Non plus Ultra ist er aber nicht…Nur ein Rat so nebenbei

  8. Achso…wer nach Einsatzmützen fragt…Favorisiert wird das Barret..kein Witz

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