Aufgabe Rückführung: KollegInnen optimal vorbereiten und schützen

Rückführung ist eine breit gefächerte Aufgabe, die nicht nur die Flughäfen betrifft, sondern auch die Rückführung auf dem Seeweg. Die GdP widmet sich sowohl gewerkschaftlich als auch mit ihren Personalräten fortlaufend der Thematik. Sei es in den Fraktionen von BPR und BHPR oder in unserer GdP-Arbeitsgruppe „Flughäfen“. Alle Zuarbeit von den aktiven Rückführern haben wir in unsere Arbeit mit aufgenommen. Hierfür an dieser Stelle unser recht herzlicher Dank, den wir mit der Bitte versehen, uns weiterhin zu berichten und uns eure Erfahrungen und Vorschläge zukommen zu lassen.

Das BPOLP in Potsdam hat inzwischen eine Arbeitsgruppe zum Thema Rückführung eingerichtet in der konzeptionelle Überlegungen angestellt werden, wie die Bundespolizei den Aufgabenbereich der Rückführung vor dem Hintergrund der veränderten Rahmenbedingungen aus operativer Sicht insgesamt bewältigen kann. Die Arbeitsgruppe wird durch das Referat 25 geleitet. Unsere GdP-VertreterInnen im BPR und BHPR sind in regelmäßigem Austausch mit Teilnehmern der Arbeitsgruppe und bringen dabei eure Vorschläge ein. Sofern es Beteiligungstatbestände gibt, wird vom Bundespolizeipräsidium sichergestellt, dass wir rechtzeitig beteiligt werden.

Verändert hat sich die Lage dahingehend, dass die bisherigen Rahmenbedingungen auch im Lichte der Ereignisse und im Zusammenhang mit der Bedrohung von PBL (Personenbegleiter Luft) zu beleuchten sind. Wir weisen daher in unseren Gesprächen darauf hin, dass in neuen Konzeptionen auch zwingend die Krisenfestigkeit nach innen herzustellen ist. Der Schutz und die Sicherheit unserer Kolleginnen und Kollegen, die sich dieser schwierigen Aufgabe stellen, stehen an erster Stelle!

Insbesondere fordern wir von der AG Rückführung:
– eine Zulage für PBL (Erschwerniszulage)
– die bestmögliche materielle Ausstattung
– einen Bekleidungszuschuss
– verbesserte arbeitszeitrechtliche Regelungen, da wo es notwendig ist.
– Einbindung der dienstlichen Ressourcen wie den Sozialwissenschaftlichen Dienst der BPOL (SWD), der Peers, etc.
– Konsequente Aus- und Fortbildung der Rückführer
– Sensibilisierung der Rückführer insbesondere in Bezug auf „Social Media“
– Außendarstellung des Bereiches Rückführung
– Schaffung geeigneter baulicher Gegebenheiten an den Dienststellen, die mit Rückführungen betraut sind.

Insgesamt legen wir Wert darauf, dass es unser gemeinsames Ziel sein muss, deutlich verbesserte einheitliche und praxistaugliche Regelungen für die Rückführer zu erreichen!

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In der Presse:

Focus: Internes Papier zeigt, wie Abschiebepolizisten besser geschützt werden sollen

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2 Kommentare
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  1. Da kann ich als aktiver Rückführer nur folgendes sagen: Das ist alles nichts Neues! Ich finde es gut, dass sich nun auch die Gewerkschaft endlich dieses Themas angeht! Vom Dienstherrn jedenfalls wurden bis dato die Rückführer „meist im Regen stehen gelassen“! Nach aussen kommt vom BMI und auch von der Kanzlerin das übliche bla, bla, bla,… , aber zum Besseren geändert hat sich bisher kaum etwas! So werden manche Kollegen gar noch finanziell bestraft, dass sie Rückführungen fliegen, da es sein kann, dass ihnen wegen kurzfristigen Rückführungen die „Päärchen“ für die DWZ flöten gehen und sie dann die Bedingungen für die DWZ nicht erfüllen! Und das mit den Dienstzeiten ist ein Thema für sich, das schon so alt ist wie die Aufgabe der Rückführung! Ich nenne da nur den abgelutschten und dämlichen Spruch für den Rückflug: „Reisezeit ist keine Dienstzeit!“

  2. Was gibt es Neues zum Thema PBL? Seit erscheinen des Berichts hat sich nichts an den Rahmenbedingungen geändert, eher verschlechtert.
    Kaum noch wollen PBL’S weiter unter diesen Bedingungen fliegen. Man greift zunehmend auf Kollegen ohne Begleiterlehrgang zurück, besser gesagt man versucht es.
    Maßnahmen werden auf Biegen und Brechen durchgeführt, ob nicht annähernd genug Begleiter vorhanden sind.
    Aber keiner geht die Rahmenbedingungen an, um die Kollegen zu motivieren.
    ẞetzt euch bitte aktiv für eine faire Vergütung der realen Einsatzzeiten ein. Damit meine ich Hin und Rückflug und möglichen Ausfallprinzip bei dienstlichen Aufenthalt im Ausland( weil kein Rückflug direkt geht).
    Es müssen unbedingt monitäre Anreize geschaffen werden, dann gibt es auch wieder genug Freiwillig für diese Tätigkeit. Warum sollte ich fliegen, wenn ich durch die Maßnahme meine Schichtzulage nicht mehr erreichen.

    Ich würde mich über einen aktuellen Stand zu dem Thema freuen.
    Schöne Pfingsten euch alle!

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