Zwei Drittel gehen auch krank zur Arbeit

DGB-Studie zu „Präsentismus“

Mehr als zwei Drittel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (67 Prozent) gehen trotz Krankheit zur Arbeit. Das zeigen aktuelle Zahlen aus einer repräsentativen Befragung des „DGB-Index Gute Arbeit“. Fast jeder zweite geht sogar eine Woche oder mehr pro Jahr krank arbeiten.

Bereits 2016 hatte der „DGB-Index Gute Arbeit“ (http://bit.ly/2a1Zn8b) eine Untersuchung zum Thema „Präsentismus“ veröffentlicht, die zeigt:
• insgesamt sind zwei Drittel aller Beschäftigten mindestens einmal im Jahr krank zur Arbeit gegangen
• knapp die Hälfte der Beschäftigten hat eine Woche und mehr trotz Krankheit gearbeitet
• bei jedem Siebten waren es sogar drei Wochen und mehr

Eine aktuelle repräsentative Befragung von Beschäftigten bestätigt diesen Trend für das Jahr 2017 erneut:

Grafik: DGB

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4 Kommentare
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  1. Keine Wunder. Selbst in unserem Verein wird man mit „Wenn Du öfters einen gelben Schein abgibst, bist Du für unsere Dienststelle nicht mehr tragbar.“ unter Druck gesetzt. Und gerade in unseren Bereichen hat man ständig mit anderen Menschen zu schaffen, die eben ganz normale ansteckende Krankheiten haben (Bahnhöfe sind das beste Beispiel). Dazu kommen noch die Kollegen (heute aus allen Himmelsrichtungen), die auch sämtliche Krankheiten anschleppen. Die Übertragung wird zudem durch das Leben auf engstem Raume begünstigt. Ob an Bord, im engen Bulli, bei Einsätzen im Container etc., in der Kaserne, usw..
    Auch überträgt sich dank der inneren Globalisierung auch ein Grippevirus aus Dortmund ruckzuck oben nach Emden oder südlich nach Stuttgart.
    Zudem ganz global gesehen der Wahnsinn (anders ist es nicht mehr zu beschreiben) noch mehr herrscht. Quarantäne an den Flughäfen ist ein Fremdwort. Ein Virus aus Hong Kong ist in 24 Stunden auf der ganzen Welt verteilt worden.
    Im Schiffsverkehr wird die Quarantäne Flagge auch nur noch aus formalen Gründen gesetzt und der Hafenarzt gibt die Schiffe (ausser bei deutlich erkennbaren Gefahren) frei.
    Zudem durch den schnellen Warenverkehr kontaminierte Waren mit überlebensfähigen Viren und Bakterien nicht nur auf Lebensmitteln in schneller Zeit in unseren Wohnzimmern sind. Zudem die Warenkontrolle vom Kollegen Zoll immer weniger wird, weil man der Masse einfach nicht nachkommt.
    Aber der Warenverkehr soll ja noch schneller werden und jedes Handelshemmnis (und eben auch die gesundheitliche Kontrolle) gehört abgeschafft. Der Freihandel wird ja auch von unserer Regierung massiv vorangetrieben.

    Dazu kommen noch mit Antibiotikum behandelte Tiere, welche wir essen und dadurch schon alleine Resistenzen bilden. Plus die fahrlässige Verschreibung in der Humanmedizin.

    Dazu kommt die Hektik und der Druck. Selbst wir haben noch unsere Krankheiten als Kinder in Ruhe auskuriert und fertig.
    Heute ist das Ziel der Schulmedizin, dass man den Patienten wieder schnell arbeitsfähig macht. Auch dank des Druckes des Gesetzgebers, der auch die Krankenhauszeiten (bezüglich des Aufenthaltes) massiv gekürzt hat. Was eben dazu führt, dass Krankenhäuser Patienten zu schnell nach Hause schicken. In den Krankenhäusern kommt noch die mangelhaft Hygiene hinzu. Weil man an dem wichtigstem Personal, den Raumpflegerinnen spart. Dazu kommen noch viele Menschen, die einfach die Desinfektion ihrer Hände (als Besucher) für nicht notwendig halten. Das gepaart mit einer viel grösseren Fluktuation in den Krankenhäusern und den Menschen aus allen Ländern durch die Globalisierung. Eigentlich müssten Krankenhäuser Besucherschleusen / Patientenschleusen haben. Aber die Leute haben keine Zeit mehr. Ich kann so jetzt in unser Krankenhaus reinspazieren und in sämtlichen Zimmern meine Viren und Bakterien verteilen.

    Es muss ein gewaltiges Umdenken in der Gesellschaft stattfinden bezüglich Krankheit und Gesundheit.
    Krankheiten müssen in Ruhe auskuriert werden. Und die Leute müssen andererseits ihre Abwehrkräfte stärken.
    Weiter die Hygiene alleine in den Arztpraxen verbessert werden.

    Auch muss der Druck auf Arbeitnehmer bezüglich Krankheiten genommen werden.

  2. Bei der Polizei im operativen Dienst gibt es nur zwei Optionen. Entweder gesund oder krank. Wer krank ist hat im Dienst nichts zu suchen. Da reicht eine Erkältung, eine Zerrung oder auch nur einfache Kopfschmerzen. Wer nicht fit ist, auf den kann man sich nicht voll verlassen. Wer dies beherzigt, ist halt etwas öfters nicht im Dienst. Auch das gehört zur Eigensicherung.

  3. Krank zur Arbeit. Der Druck ist überall durch verschiedene Instrumente vorhaben. Doch mal zum Thema „Zur Arbeit kommen“.
    Der ÖPVN und kostenfrei.
    13 Milliarden nimmt der ÖPVN im Jahr ein. Eine durchaus zu stemmende Summe. Pro Bürger nicht einmal 14 Euro im Monat.
    Warum soll Deutschland nicht den ÖPVN kostenlos gestalten ?
    Also dauerhaft und eben aus staatlicher Hand. Ein wenig Erhöhung der Taktung auf dem Lande, Kleinstädten, Mittelstädten und auch den Großstädten. Alles kein Problem, wenn man sieht, wie das bei Fußballspielen möglich ist. Verdi findet es ja auch gut.
    So viele Dinge gelten in diesem Land als gutes Recht. Warum soll man nicht das Recht auf den Transport kostenfrei gestalten ?
    Kritiker sehen veraltete Bahnen. Doch das sehe ich nicht als das Problem. In Dortmund sitze ich in der alten U-Bahn genauso gut wie in der neuen U-Bahn. In der neueren U-Bahn habe ich die Klimaanlage. In der der alten U-Bahn kann ich das Fenster auf Kipp stellen. Luxus benötige ich nicht.
    Die Straßen würden etwas entlastet werden. Die Einnahmen aus dem Straßenverkehr dennoch reinkommen, da der Deutsche nicht ganz auf sein Auto verzichten würde. Hier würde meiner Meinung nach kein Minus entstehen. Alleine durch die Steuer auf den Kraftstoff und die KfZ Steuer kommen rund 50 Milliarden in die Kasse. Warum soll man daraus nicht eben einen Teil für einen kostenlosen ÖPVN nutzen ? Das wäre auf jeden Fall sinnvoll. Man müsste nur dem Druck der Automobilindustrie widerstehen und sich nicht deren Einfluß beugen.

    Und !!! Es wäre für den Einzelnen immer noch günstiger als die Gebühren für den öffentlich rechtlichen Rundfunk. Natürlich nicht ganz vergleichbar, da ich jeden Bundesbürger in die Rechnung mit eingebracht habe. Doch mal ein Bespiel, was man mit dem Geld schaffen kann. Hier sollten alle Gewerkschaften am Ball bleiben.
    Endlich mal eine Sache, die wirklich allen Bürgern zu Gute kommen würde.
    Arbeitsplätze würde es zudem nicht kosten. Zudem ich die wenigen Zugbegleiter belassen würde, um Passagieren aller Art zu helfen.
    Den Fernverkehr würde es ja nicht betreffen.

    Also macht was draus liebe Freunde.

  4. @Thorben

    ÖPNV kostenfrei????
    Allein in HH nimmt die HVV im Jahr ca. 850 Mio ein. Das soll auf den Bürger umgelegt werden? Auch auf denjenigen, der keine ÖPNV nutzt?

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