Dritte Verhandlungsrunde mit gutem Ergebnis

Unsere GdP-KollegInnen heizten den Arbeitgebern vor der 3. Verhandlungsrunde ordentlich ein. Foto: Felix Bosdorf

Berlin. Vom 15. – 17. April 2018 fand die dritte Verhandlungsrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (öD) von Bund und VKA statt. Die Verhandlungen verliefen sehr langwierig. In den späten Abendstunden des dritten Verhandlungstages konnte schließlich ein gutes Ergebnis erzielt werden.

Die Tarifvertragsparteien haben sich auf durchschnittlich 7,5 % Lohnerhöhung bei 30 Monaten Laufzeit verständigt. Unter dem Strich ist das die höchste Steigerung seit Jahren. Damit alle Beschäftigten in einem ausgewogenen Verhältnis von der Tariferhöhung profitieren, haben sich die Tarifvertragsparteien darauf geeinigt, in dieser Runde alle Tabellenwerte gesondert zu betrachten und einzeln anzuheben.

 

Der Tarifabschluss zusammengefasst:

• insgesamt durchschnittlich 7,5 % bei 30 Monaten Vertragslaufzeit
• bis zu 12 % mehr für Einsteiger (Stufe 1 aller Entgeltgruppen)
• rückwirkend zum 1. März 2018 im Schnitt 3,19 %
• ab 1. April 2019 im Schnitt 3,09 %
• ab 1. März 2020 im Schnitt 1,06 %
• zusätzlich gibt es rückwirkend zum 1. März 2018 für die Entgeltgruppen E 1 bis E 6 eine Einmalzahlung in Höhe von 250 Euro
• Angleichung der Jahressonderzahlung Ost in vier Schritten; diese werden für die Beschäftigten in den östlichen Bundesländern schrittweise auf das Westniveau angehoben
• Auszubildende:
o die Entgelte erhöhen sich rückwirkend ab 1. März 2018 um einen Festbetrag in Höhe von 50 Euro und ab 1. März 2019 um einen weiteren Festbetrag in Höhe von 50 Euro
o ab dem 1. März 2018 wird wieder die Übernahmeregelung für Auszubildende in Kraft gesetzt
o der Urlaubsanspruch erhöht sich auf 30 Arbeitstage
• Die Regelungen der Altersteilzeit haben sich um die Laufzeit um 30 Monate bis zum 31. August 2020 verlängert.
• Im Bereich des Bundes wird zum 1. März 2018 eine Entgeltgruppe 9 c eingeführt.
zeit‐ und wirkungsgleiche Übernahme auf die Beamten
 

Die Erhöhungen folgen dabei drei Leitprinzipien:

– Berufseinsteiger und damit insbesondere junge Menschen erhalten höhere Gehälter (Stufe 1 aller Entgeltgruppen wird überproportional angehoben).
– Beschäftige in technischen, IT‐ und in sozialen Berufen, in denen das Gefälle zur Wirtschaft besonders groß ist, werden besser bezahlt.
– Die Kollegen machen mit den unteren und mittleren Gehältern einen Sprung, der an den geforderten Mindestbetrag heranreicht.

 
Hier einige Beispiele für die Veränderung der Tabelle aufgrund der entsprechenden Erhöhungen. Im Gesamtergebnis zeichnet sich ab, dass der von der Gewerkschaftsseite geforderte Mindestbetrag von 200 Euro annähernd erreicht wurde.

Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen die bei den Demonstrationen und Warnstreiks für die notwendige Durchschlagskraft gesorgt haben!

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23 Kommentare
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  1. Selbst Ihr redet von 7,5 Prozent.

    7,5 Prozent wären eine lineare Erhöhung von 7,5 Prozent für 12 Monate. Ja, das wäre ein gutes Ergebnis.
    Aber die zusammengerechneten etwas über 3 Prozent für 11 Monate, etwas über 3 Prozent für ein Jahr und einen Monat und das etwas mehr als ein Prozent für ein halbes Jahr sind Augenwischerei.
    Die Arbeitgeberseite hat ihre Ruhe.

    Der Bund der Steuerzahler will jetzt Privatisierungen und Entlassungen bei den Kommuneren. Die haben wohl noch nicht den Arbeitsdruck dort erlebt.

    Aber wir haben keine Lobby.

  2. Was ist mit den geforderten 9 ZU-Tagen für die Wechselschichtdienstler? Gibt es generell Verbesserungen für Schichtdienstleistende?

  3. Die Rentenerhöhung ist höher. 1.07% im 3. Jahr ist ein Minus von 0,7 Prozent zur heutigen Inflation, also ein Abzug beim Lohn. Wie kann man das als Gut verkaufen

  4. Moin

    Was sind das für Kollegen auf dem Foto und wofür freuen sie sich?!

    – Es wurden 6% gefordert, nicht erreicht
    – November 2017 stand Thema Ballungsräumzulage im
    Gespräch und sollte neuer Regierung vorgelegt werden, nicht durchgesetzt,
    – Thematik m.D!, in dem Büros wachsen die PHK‘s wie Pilze aus dem Boden, die Kollegen vom m.D. die scheinbar keine Arbeit draußen leisten, bleiben auf der Strecke. 25 Jahre sollen nicht mehr reichen, für die Zulage. Ein Witz sowas!
    – Thematik Zulage für Entschärfer, warum
    Bekommen DHF nichts?! Sind im ersten Angriff ja vorher da und riskieren ihr Leben, wie in der Versicherung eingestuft?!

    Liebe Gewerkschaft. Da könnt ihr echt froh sein, über das, was nicht erreicht wurde!

    [Anmerk. d. Red.: Es handelt sich hier um Tarifverhandlungen. Die von Dir genannten Punkte 3 & 4 sind Beamtenthemen, die nicht in Tarifverhandlungen verhandelt werden können, da sie nicht dem Tarifrecht unterliegen. Die Kolleginnen und Kollegen auf dem Foto sind übrigens GdP-Mitglieder, die sich extra Urlaub genommen haben, um an den Demonstrationen teilzunehmen und für das Tarifergebnis zu streiten. Für Ihr Engagement können wir alle nur dankbar sein & uns wünschen, dass noch mehr Kolleginnen und Kollegen (übrigens auch Beamte) sich so solidarisch zeigen würden.]

  5. Für mich war es vorher, wie doch für alle klar. Viel Getöse – um wenig Ertrag. Verhandlungen für 1 Jahr mit Abschluss für 1 Jahr – 4,5 wären dann OK gewesen. Arbeitszeit nicht berücksichtigt. Das ist fatal. Denn wenn wir in den Hygiene Faktoren uns nicht verbessern wandern unter Umständen bis zu 20 % der Einstellungsoffensive wieder ab. Versucht wenigstens dieses Jahr an die Arbeitszeit zu gehen. 38 Std. für Schichtdienstler und 40 für Normaldienst als Vorschlag. Versucht die Ungerechtigkeiten im Beurteilungssystem abzustellen, die eklatante Benachteiligung einzelner Behörden letztes Jahr (BPOLAK) und versucht die Krankenversicherungskarte für alle einzuführen. Nur noch für AzuBIS. Des Weiteren ist eine Ballungsraumzulage unumgänglich. Evtl. auch Wohnungsbau. Warum schaffen es andere EU-Staaten und wir nicht.

    [Anmerk. d. Red.: Es handelte sich hier um Tarifverhandlungen. Die von Dir aufgezählten Punkte betreffen Beamte und können nicht in Tarifverhandlungen beandelt werden, da sie nicht dem Tarifrecht unterliegt.]

  6. Was für ein komplizierter Tarifabschluss. Hängen eigentlich Dienstposten an der unnötig verkomplizierten neuen Tarifberechnung ?

    Ein Ergebnis wären fünf Prozent Lohnerhöhung für alle bei einer Erhöhung von mindestens 150 Euro. Laufzeit 12 Monate.

    Das Realergebnis sind 3,1 (Durchschnitt) bei der Laufzeit von einem Jahr und einem Monat.

    Die Forderung waren ja sechs Prozent, mindestens 200 Euro und 12 Monate Laufzeit.

    Dann folgen in dem Sinne „verhandliungslos“ 12 Monate (wenn ich mich nicht versehen habe) 3,1 Prozent auch im Durchschnitt.

    Darauf noch einmal verhandlungslos für ein Jahr etwas mehr als ein kleines Prozent auch im Schnitt.
    Gut, die unteren Lohngruppen bekommen mehr. Das muss man anerkennen. Aber dafür gibt es auch eben Sockelbeträge.

    Mal durchgegangen, wie echte Ergebnisse sich fortgesetzt hätten.
    5 Prozent für 12 Monate und 150 Euro Mindesterhöhung.
    Neue Verhandlungen !
    5 Prozent für 12 Monate und 150 Euro Mindesterhöhung.
    Erneute Verhandlungen und 5 Prozent bei diesmal 100 Euro Mindesterhöhung.

    Also in drei Jahren „15“ Prozent und eine Sockelbetrag für die ärmeren Kollegen.

    Und kommt mir bitte nicht von der Gewerkschaftsseite mit der Inflationsrate.
    Die Inflationsrate ist eine große Lüge. Denn man packt auch den Fernseher rein, der um eine hohe zweistellige Prozentzahl gesunken ist. Dann hat man die Benzinpreise von einem gewaltigen Niveau auf ein hohes Niveau auch mit eingerechnet.

    Doch die Realität sieht anders aus.
    Die Mieten sind überall gestiegen.
    Die Wohnnebenkosten auch.
    Die Gas- und Strompreise ebenfalls und auf hohem Niveau etwas gesunken.
    Und fragt mal die Kollegen des Zolls, was die letztes Jahr für ihre Krankenversicherung auf einmal mehr zahlen mussten.
    Die Lebensmittelpreise sind dieses Jahr ordentlich gestiegen.

    Dazu kommt noch, dass wir keine Zinsen mehr für unser Geld erhalten. Abgesehen davon, dass diameisten von uns von der Hand in den Mund leben und gar nicht sparen können. Das Risiko der Anlage wurde einfach staatlich gelenkt – durch den Leitzins – auf uns kleine Leute gelegt. Ja, die Kredite sind günstig. Aber das ist doch der Punkt.
    Mal kurz ein Abschweifen in die Wertschöpfung.
    Ein Produkt wird in China hergestellt. Das läuft auch schon mit den Banken und deren Zinsen.
    Aber das Produkt wird transportiert.
    Das Containerschiff ist finanziert. Die Banken erhalten Zinsen.
    Die Ware ist vorfinanziert und Bürgschaften ob der zollrechtlichen Einfuhr. Die Banken erhalten Zinsen und Gebühren.
    Das Produkt geht vom Grosshandel in den Handel. Auch hier wird vorfinanziert. Die Banken kassieren Zinsen.
    Die LKWs, welche die Waren hinbringen, sind zumeist auch finanziert. Die Baken kassieren Zinsen.
    Der Kunden holt sich das Produkt per Kreditkarte und die Raten werden von seinem überzogenen Konto abgebucht. Die Baken kassieren Zinsen.
    Klar können die Banken dann Geld „verschenken“ zu null Prozent. Zudem die da eine Provision erhält.

    Bevor das Endprodukt in unseren Händen ist, haben die Banken etliche Mal an der Sache mitverdient.

    Die Banken könnten uns kostenlose Girokonten stellen mit voller Beratung und auch ohne das weltweite Netz. Doch die wollen das nicht, weil sie raffen wollen. Die Banken könnten uns auch Zinsen von 5 Prozent auf das Sparbuch zahlen. Die machen schon alleine mit den überzogenen Konten bis zu 16 Prozent und mehr. Aber sie wollen nicht. Sie tun so, als ob der Leitzins böse ist. Klar ist es bezüglich des Leitzinses schwierig geworden, diesbezüglich Zinsen zu zahlen. Doch die Banken freuen sich insgeheim.

    Aber seis um die Banken mal so wie es ist.

    Wir sitzen da und leben von der Hand in den Mund. Immer mehr.

  7. 7,5% für 3 jahre macht 2,5 % im Durchschnitt pro Jahr. ….. also ich kann da nix positives erkennen

  8. Was ist denn mit den Nahverkehrsticket, das die beim Land Hessen Angestellten bereits bekommen?-
    das sollte doch auch verhandelt werden.

  9. Hallo liebe GdP, was ist mit den versprochenen 9 ZU-Tagen? In unserer und vielen anderen BPOLIen ist das Durchschnittsalter 50+ und nicht mehr viele sind schichttauglich. Auf immer weniger werden Schichtbelastung sowie AOs ( nur voll Einsatzfähige) abgewälzt. So kann man den Rest auch kaputt spielen. Ich habe nichts von der Entlastung durch weniger Arbeitszeit hier gelesen. Das ist mir mehr Wert als die Kohle. Kein Geld kann freie Zeit und somit Erholung ersetzen. Sollte sich hier jetzt nichts getan haben bin ich sehr enttäuscht. Und von wegen Laufzeit ein Jahr……..

  10. Hallo
    bin enttäuscht, wieder einmal werden die unteren Entgeltgruppen (1-6) benachteiligt, es gibt eine lineare Erhöhung von ca.
    2,5 % und einer Einmalzahlung von 250,- Euro in drei Jahren !!!!!!
    Die Forderung vor den Verhandlungen: 6 % oder mind. 200,- Euro (monatlich ??) bei einer Laufzeit von.(12 Monate ??).
    Gerade diese Kollegen haben durch ihre Warnstreiks Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt.
    Weiterhin wird berichtet, d. die oberen Entgeltgruppen ( 9 – ?) reformiert werden sollen, das wird wohl neben der
    prozentualen Erhöhung eine weitere Verbesserung des Entgelts sein.
    Die Entgeltgruppen 7 + 8 werden neben der prozentualen Erhöhung nicht weiter erwähnt,was wahrscheinlich bedeutet,
    d. diese beiden Entgeltgruppen die grössten Verlierer sind.
    Die in den Medien verbreiteten Meldungen über ein gutes Ergebnis (7,5 %) für den öffentlichen Dienst kann ich nicht teilen.

    [Anmerk, d, Red.: Es wurde eben keine lineare Erhöhung verhandelt – ersichtlich aus der Tabelle/Grafik in diesem Artikel.]

  11. Ich sag einfach mal DANKE.
    Ein kleines Ergebnis ist besser als keins.

    Wer mit dem Abschluß unzufrieden ist, kann sein „Mehrgehalt“ gerne mir zukommen lassen.
    Aber ich glaube Eure Gier wird diese Erhöhung auch verschlingen.

  12. Jammern auf hohem Niveau.
    Ich freue mich und bin mit dem Abschluss sehr zufrieden.

  13. Ich denke auch .. DAnke ist angebracht. Natürlich leisten wir in dieser Behörde Gutes und Viel … der eine mehr der andere weniger. Aber vergesst trotz dieser immer groesseren Schere zwischen Arm und Reich nicht… das es Menschen gibt, Welche sich ueber auch nur ein paar Euro freuen würden . Damit denk ich noch nicht mal an Menschen,welche Hungern.Deshalb Leute, auch wenn Ihr euch vielleicht benachteiligt fühlt..vergesst nicht…was Ihr alle im Monat auch trotz gestiegener Kosten in der Geldbörse habt. Und wer sagt ,egal ob Pm oder Ephk er hat zu wenig … soll mal tief in Sich gehen. Dann ist es kein Haus , Benz oder Karibik Urlaub. Ich sage Danke und nimm gerne mehr Geld, aber Jammer nicht rum …. als würde ich am Existenzminimum Leben.

  14. Wird denn nun für Beamte einmalig die 0,2 % abgezogen oder jährlich von jeder Erhöhung?

  15. Hallo, die aktuelle jährliche Inflationsrate (März 17 – März 18) beträgt 1,6 %. Sollte diese so bleiben, wären bei einer Laufzeit von 30 Monaten mit einer Preissteigerung von mindestens 4 % zu rechnen. Dies „frisst“ einen Teil der Gehaltssteigerung auf. Weiterhin müssen auch noch die steuerlichen Abgaben der Erhöhung abgezogen werden.
    Auf der anderen Seite muss betrachtet werden, dass es durch eine liniare stufenweise Erhöhung zu einem Zinseszinseffekt kommt. Die anfänglichen 3 % werden bei den nächsten 3 % auch schon berücksichtigt usw. So ist die Erhöhung tatsächlich mit Bezug auf das heutige Gehalt etwas mehr als 7,5 % (ca. 7,69%).

    Alles in allem war der Abschluss nicht sehr viel besser als in der Vergangenheit und eine spürbare Erhöhung liegt wohl nicht vor.

  16. Insbesonder zu Nr. 10
    Ich bin genau deiner Meinung!
    Für mich ist es mega peinlich, dass immer prozentuale Abschlüsse getroffen werden. „MAN“ beklagt die immer weiter auseinadergehende soziale Schere und befeuert mit dieser Art und Weise sogar noch genau diesen Effekt.
    Hier geht es auch nicht um „Sozialneid“ meinerseits. Ich bin in meiner Gehaltsstufe einer der „Profiteure“.
    Rechnet doch mal aus was dieser Abschluss für einen Tarifbeschäftigten in einer der erwähnten Gruppierung ausmacht und einem gD oder hD Beamten in der Verwaltung oder auch bei den PVB ein A9er und ein A13er.
    Und kommt mir nicht mit Leistungsgedanke. Der ist für mich schon in den unterschiedlichen Stufen eingearbeitet.
    Der „Sozial- und Gerechtigkeitsgedanke“ hört leider am eigenen Frühstücksbrettchen auf.
    UND diese von mir eingebrachten Vorschläge wurden von den Gewerkschaftsvertretern vehement abgelehnt.

    Ob letztendlich das Gesamtpaket ein Erfolg oder Mißerfolg ist, liegt insgesamt im Auge des Betrachters.

  17. Ich war wegen einer Untersuchung vom Freitag bis Samstag stationär in meiner Heimatstadt im Klinikum und durfte dort viele Schwestern und Krankenpfleger kennenlernen, die rund um die Uhr die Kranken pflegen und betreuen.
    Es blieb in den kurzen Gesprächen auch Zeit zu fragen, was die Krankenschwestern und Pfleger denn von dem so hoch gepriesenen Tarifabschluss halten.
    Bei den Krankenschwestern und Pflegern, mit denen ich sprechen durfte, herrscht nur noch unsägliche Enttäuschung und ohnmächtige Wut. Ich kann es nachvollziehen. Wenn man bedenkt, welche Lobeshymnen vor den Verhandlungen von der Regierung wieder auf den Öffentlichen Dienst gesungen wurden, muss man sich nur noch wundern, was den Damen und Herren in der Politik bei den Tarifverhandlungen dann offensichtlich die Leistung derjenigen wert ist, die den Laden rund um die Uhr am Laufen halten. Bei de IG Metall müssen die Mitglieder immer dem Tarifabschluss zustimmen.
    Ich weiß nicht, ob das für den Öffentlichen Dienst auch so ist.
    Wenn ja, meine Empfehlung: Tarifabschluss ablehnen. Vielleicht werden dann die Damen und Herren Politiker mal wach!

  18. Ich sage auch danke und drei Dinge sollten wir alle nicht vergessen. Jetzt mal nur die Gehaltssteigerung gesehen, ist das Ergebnis immer noch besser als das, was die meisten Lapos auf Länderebene aushandeln. Schaut euch doch die Gehaltstabellen der Länder an. Allein das auch so angeblich reiche Hessen ist durch sein Lohndiktat abgerutscht…
    Und zweitens zahlen wir keine private Krankenversicherung (wer nicht will). Das hat mich bei der Lapo immer angekotzt. 250,-€ netto weniger in der Tasche. So und zu guter Letzt: Bei gleichem Dienstgrad, Altersstufe und Lohnklasse bekommen wir immer noch ca. 200,- netto mehr als bei den Lapos (Ausser Lapo Bayern). Also nicht rumheuelen…bei den Aufzählungen könnt ihr euch ja ausmalen das ein POM annähernd so viel verdient wie ein PK bei der Lapo…damit die Kollegen vom mD jetzt auch beruhigt sind. Also Gdp danke nochmal!

  19. Auch ich als Ruheständler bin unterm Strich wirklich dankbar für das Ergebnis und freue mich über jeden Schein, mit dem man diverse gestiegene Kosten der letzten Zeit (Mietnebenkosten, Versicherungen…) wieder ausgleichen kann.
    Was mich jetzt interessieren würde, wäre eine Art „Fahrplan“ bis zur Umsetzung/Nachzahlung der erhöhten Bezüge. Vielleicht könnten die einzelnen Schritte – von der Erklärungsfrist 15.06.18 über den Termin für das Beteiligungsgespräch und den Zeitpunkt, wann der Gesetzentwurf ins parlamentarische Verfahren geht bis hin zur voraussichtlichen Auszahlung – mal auf dieser Seite bekannt gegeben werden? Würde sicher viele interessieren…

  20. @ Formwandler

    Ist das wirklich so, dass wir mehr haben als die Lapo?
    Bei uns ist das Weihnachtsgeld ja bereits in die Bezüge eingearbeitet. Ich war immer der Meinung, dass die Lapo ihr Weihnachtsgeld bei den Dezemberbezügen dann noch zusätzlich bekommt.
    Dann wären wir nämlich wieder auf gleicher Höhe bei den Bezügen.

  21. Nein die Lapo Hessen zumindest bekommt kein Weihnachtsgeld sondern eine Sonderzahlung, die zwar monatlich gezahlt wird, aber nicht ruhegehaltsfähig ist im Gegensatz zum bereits bei der BPOL eingearbeitet en Weihnachtsgeld. Und vergleichbar hoch ist die Sonderzahlung bei der Lapo nicht. Ist viel niedriger. Glaub mir ich hab den Vergleich anhand meiner Bezüge zwischen Lapo Hessen und BPOL.

  22. Mal an die gläubigen Kollegen, die hier zufrieden sind und wir eh alle Jammern.

    In Frankreich demonstrieren derweil die Lokführer für eine Pension mit 52.
    Die Feuerwehrleute haben vor Jahren mal Bamuble gemacht und gegen die Pensionierung mit 62 demonstriert und siehe da, die gehen bis heute mit 60 in Pension.

    Nur mal so, was möglich ist.

    Ach ja ! Ein Postbote sagte zu mir ganz locker: In Frankreich verdienen Postboten die Summe wie wir. Nur arbeiten wir nur 25 Prozent.

    Der Arbeitsintensität bei uns hat so immens zugenommen, dass wir es gar nicht mehr wahrnehmen.
    In unserem Laden sowieso nicht mehr. Alleine die Kilometer, die wir abreissen. Fahrt mal eben zum Bahnhof XY. Da ist was gemeldet worden. Am Grenzübergang Z benötigen die Kollegen Unterstützung. Am Bahnhof XY brauchen die Kollegen Hilfe.
    Und an einem Hauptbahnhof aller Essen und Dortmund kommt man gar nicht mehr aus der Rotation heraus. Mit allen Nettigkeiten der Reisenden versehen. Und das auch gerne 50 Stunden in der Woche.

    Aber schaut Euch mal im Alltag um. Also die, die sich erinnern können. Entweder weil es nicht vergessen haben, oder etwas älter als 18 Jahre sind.

    Die Verkäuferin sass an der Kasse und redete mit dem Kunden. Die Regale wurde normal – vom Tempo her – eingeräumt. Überall herrschte entspanntes Arbeiten. Heute darf die Verkäuferin nicht mal mehr alleine an der letzten besetzten Kasse sitzen, sondern muss einräumen. Dann hetzen die durch den Laden, dass einem schlecht wird. Die Regale werden in Akkord eingeräumt. Am Abend sind die Leute platt.

    Auf dem Büro ist die Intensität auch mehr geworden. Die elektronische Post oder auch englisch e-mail.
    Laufend kommen Nachrichten rein. Auch die internen Dinge laufen darüber. Frau Müller in mein Büro. Dazu Telefonate. Dazu das Firmen WhatsApp und Facebook. Bei uns ja auch nicht anders. Die Zeit mit nur dem Funk ist vorbei. Jetzt haben wir ja in der Regel ein Dienst Mobiltelefon. Vorher hat man seine privates Telefon genutzt. Das nutzt man derweil für WhatApp, was ja auch schon die Presse mitbekommen hat. Darum kann man das ja auch schreiben.

    Der Druck ist überall zuviel geworden und wird immer mehr.

    Die Landespolizei fährt praktisch nur noch Einsätze. Vielleicht mal am Vormittag, wo auch wir mal am Essener Hauptbahnhof einem Reisenden freundlich den Weg zu den Schließfächern erklären und der einzig störende Faktor gewisse Kandidaten sind, die mal wieder auf dem Bahnhofsgelände Theater machen und noch mehr Theater ob des Verweises, hat die Landespolizei noch mal etwas Zeit für reine Präsenz der Sicherheit.
    Doch die Kollegen fahren selbst am Vormittag zu VU´s, Aufarbeitung dringlicher Ermittlungen (Einbrüche etc.) und dann gegen späten Vormittag kommen so langsam die üblichen Verdächtigen wieder aus den Löchern, die dann bei Dunkelheit auf 100 Prozent laufen.
    Die Kollegen müssen bei jedem Einsatz aufpassen, weil fast keiner die Polizei haben will. Denn meist reuen Dritte an, weil zwei Gruppen sich streiten. Und die sind sich gegen die Polizei wieder einig.
    Aber auch wir müssen bei den Einsätzen am Bahnhof mächtig aufpassen. Weil die Stimmung gegen uns immer umschlägt.

    Im Klartext ! Es macht keinen Spaß mehr. Bei der momentanen Belastung wären selbst 35 Stunden zu viel. Abr wir wären ja schon froh, wenn wir echte 41 Stunden arbeiten würde und das an nur 5 Tagen in der Woche.

    Die Belastung ist zu hoch Freunde. Im ganzen Lande.

  23. Die Inflation solltet ihr solange mal weglassen, wie ihr euer Geld noch aufs Sparbuch bringt, in einen Bausparvertrag oder Lebensversicherung einzahlt. Wenn ihr verstanden habt, dass es sinnvoller ist, sein Geld in Sachwerten (Haus, Wohnung, Gold, Aktien, Fonds usw. ) anzulegen, dann braucht ihr euch über die Inflation nicht mehr aufregen.

    Der Warenkorb zur Inflationsbemessung ist auch nicht realitätsnah, oder kauft ihr wirklich jeden Monat einen Fernseher?

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