Präsent, wo’s brennt: Delegiertentag gestartet!

Am Montag startete in Berlin der 6. Ordentliche Delegiertentag der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei. Vom 24. bis 26. April 2018 treffen sich in Berlin rund 300 Delegierte und Gäste, um über 200 Anträge zu diskutieren, die die Basis für die gewerkschaftspolitische Ausrichtung der GdP in den kommenden vier Jahren bilden, und den geschäftsführenden Bezirksvorstand neu zu wählen.

Die Mandatsdelegierten bestätigten den bisherigen Vorsitzenden Jörg Radek einstimmig erneut im Amt. Radek, Jahrgang 1960, ist außerdem stellvertretender Bundesvorsitzender der GdP.

Jörg Radek will in der neuen Amtszeit vor allem die Stärkung der Inneren Sicherheit zum Schwerpunkt machen. „Wir haben in den vergangenen Jahren bereits viel erreicht: Die Bundespolizei hat zusätzliche Stellen erhalten und ist nun endlich auf dem Weg eines Stärkungsprozesses. Doch eine echte Konsolidierung ist noch nicht erreicht. Im Zoll fehlen ebenfalls tausende Stellen und die Kontrolleure des Bundesamtes für Güterverkehr sind nicht adäquat aufgestellt, um den Herausforderungen ihrer Aufgaben zu begegnen. Auch eine engere Verzahnung und Zusammenarbeit der Behörden gilt es zu realisieren. Wir haben viel vor!“, so Radek.

Auch bei den Stellvertreterpositionen honorierten die Delegierten ihren bisherigen Vorstand. Frank Buckenhofer (Zoll), Erika Krause-Schöne (Bundespolizei Rostock), Sven Hüber (Bundesbereitschaftspolizei) und der Vertreter der Tarifbeschäftigten Rüdiger Maas (Bundespolizeiakademie) werden ihre Ämter auch in den nächsten vier Jahren ausüben.

Als Kassierer wurde Arnd Krummen (Bundespolizei NRW) und als Schriftführer Martin Schilff (Bundespolizei Hannover) im Amt bestätigt. Weitere Mitglieder des Vorstandes bleiben Berthold Hauser (Bundespolizei Baden-Württemberg) und Roland Voss (Bundespolizei Koblenz). Neu im Amt als weiteres Vorstandsmitglied ist der bayerische Bundespolizist Andreas Rosskopf.

Am Abend sprach der Bundesvorsitzende Oliver Malchow zu den Delegierten. Er lobte vor allem den inneren Zusammenhalt im Bezirk Bundespolizei. Er machte zudem in seiner Rede die Position der GdP Bundespolizei zu den geplanten AnKER-Zentren zum Thema und erläuterte, dass auch aus seiner Sicht, dies grundsätzlich keine Aufgabe für (egal welche) Polizei sein könne. Er bekräftigte den Anspruch, als Gewerkschaft in der Mitte der Gesellschaft zu stehen. Dem widerspreche auch die Diskussionen um militärähnliche Bewaffnung bei er Polizei, beispielsweise mit Handgranaten. Eine bürgernahe, fest in der Gesellschaft verankerte Polizei müsse immer auch die Grenzen ihrer eigenen Mittel akzeptieren. Der Weg der Demokratisierung der Polizei in der Vergangenheit habe schließlich die GdP wesentlich mitbestimmt.

 

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1 Kommentar
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  1. Das gibt es wohl nur in Deutschland, dass Drogenhändler gegen die Polizei auf die Straße gehen:
    https://www.focus.de/regional/hamburg/hamburg-drogenhandel-auf-st-pauli-demo-fordert-ende-der-rassistischen-kontrollen_id_8847644.html
    Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie es um den Raum Hamburg bestellt ist. Der etliche dutzende Mal vorbestrafte Drogenhändler läuft am nächsten Tage wieder frei herum. Die Worte die er bei der Festnahme anspricht, darf man nicht wiedergeben.

    Was ist das für ein Land, wo Kriminelle hofiert werden und die Polizei sowieso nur aus Rassisten besteht ?
    Wo bleibt die GdP ?

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