GdP zu Messerangriff in Flensburg

„Couragiertes Verhalten der Bremer Polizistin“

Berlin/Hannover. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zeigt sich bestürzt über die brutale Messerattacke in Flensburg. Gewalt dürfe weder in der Bevölkerung noch gegen Polizisten geduldet werden, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Dietmar Schilff am Donnerstag in Hannover. Er lobte das Verhalten der Bremer Kollegin, die außer Dienst couragiert eingegriffen, das Leben eines offensichtlich unbewaffneten Menschen gerettet und sich damit sogar selbst gefährdet habe. „Wir wünschen allen an Körper oder Seele verletzten Beteiligten des Vorfalls baldige Genesung“, so Schilff.

Der schleswig-holsteinische GdP-Vorsitzende Torsten Jäger sagte, neben den körperlichen Wunden, die sie sich bei ihrem Einschreiten zugezogen habe, seien die seelischen Folgen nach diesem dramatischen Ereignis absehbar. Deshalb sei die persönliche Betreuung der Beamtin, die sie unmittelbar danach erfahren hat und weiter erhalten müsse, von größter Bedeutung.

Der Vorfall mache einmal mehr deutlich, dass es ein hohes Sicherheitsbedürfnis im Öffentlichen Personenverkehr gebe. Dazu würden auch privat reisende Polizisten in Uniform beitragen. „Das reicht aber nicht aus“, betonten Schilff und Jäger.

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1 Kommentar
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  1. Moinsens!!

    Zunächst einmal die besten Wünsche an die verletzten Personen. In der Hoffnung, dass die Geschehnisse voll und ganz bewältigt werden können und keine anhaltenden Beschwerden verbleiben.

    In den vergangenen Tagen gab es neben Flensburg ebenfalls Vorfälle mit Messern in Braunschweig und Berlin, die einen Schusswaffeneinsatz zur Folge hatten. In Darmstadt wurden Kollegen durch eine Personengruppe von ca. 80 Personen während des sogenannten „Schloßgartenfestes“ angegriffen.

    Für mich stellt sich mehr und mehr die Frage, wie man seitens der polizeilichen Führung, der Politik, der Justiz und auch der Gesellschaft gedenkt, diese Entwicklung zumindest stoppen zu können/??wollen??. Welchen „Schuh“ müssen sich diesbezüglich die Medien und Social Media anziehen??
    Augenscheinlich muss sich der Polizeibeamte in der Bundesrepublik Deutschland auf deutlich härter werdende Zeiten einstellen, hört man doch aus den berufenen Mündern wieder nur das Übliche.
    Positiv zu vermerken ist lediglich, dass es von Angehörigen gewisser Parteien bislang keine Äußerungen zu der ach so schießwütigen deutschen Polizei gab.

    Fängt man im Kleinen an, so verwundert mich diese Tendenz nicht wirklich.
    Eine gerichtliche Ahndung von Beleidigungsdelikten zum Nachteil von Polizeibeamten gibt es oft nicht. Widerstandshandlungen finden in der Strafbemessung selten Beachtung.
    Zudem wird dem Polizisten mit auf den Weg gegeben, dass er halt mehr „aushalten können muss“ als der Durchschnittsmensch und die Einführung des § 115 StGB wurde durch die damalige Justizministerin Frau Leutheusser-Schnarrenberger abgelehnt, da sie keine „Zweiklassengesellschaft“ wollte. Das dem Polizeibeamten oftmals die Möglichkeit fehlt, sich aus brenzligen Situation rauszuhalten und er sogar in diese Situationen hineingeschickt wird, dass schien der besagten Dame seinerzeit nicht bekannt gewesen zu sein.
    Wenn der Polizeibeamte also so wenig „wert“ ist, warum sollte man dann nicht seinen aufgestauten Frust an ihm ablassen??

    Meine Bitte an die Gewerkschaft:
    Tragt bitte Informationen zusammen, die dem betroffenen Kollegen/der betroffenen Kollegin/Angehörigen im Falle solcher polizeilicher Ereignisse Handlungsempfehlungen geben. Hilfreich wären sicher auch Erreichbarkeiten von beispielsweise geeigneten Rechtsanwälten und geeignetem „Betreuungspersonal“.
    Wie man wohl unschwer erkennen kann, habe ich nämlich nicht die Erwartung, dass in einem solchen Fall die Fürsorgepflicht in unserer Organisation immer und überall besonders hilfreich ausgeprägt ist.
    Zumindest möchte ich mich aufgrund bereits gemachter Erfahrungen nicht alleine darauf verlassen.

    Bleibt alle gesund!!

    Gruß

    AB

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