Jörg Radek bei Maybrit Illner

GdP-Vize bemängelt fehlende Realitätsnähe bei der geforderten Zahl von Abschiebungen

Berlin. „CHAOS BEIM ASYL – WARUM HAT DER STAAT VERSAGT?“ Der Streit um Abschiebungen, Ankerzentren und BaMF-Affäre war das Thema am Donnerstagabend in der ZDF-Talksendung „maybrit illner“. An der mehr als einstündigen Diskussionsrunde nahmen auch stellvertretende Bundesvorsitzende Jörg Radek teil.

GdP-Vize Radek bemängelte die fehlende Realitätsnähe bei der geforderten Zahl von Abschiebungen und meinte: „Polizisten sollen lieber die Grenzen schützen als Abschiebeflüge zu begleiten.“ In einem Gespräch mit der Moderatorin machte er zugleich deutlich, das aus seiner Sicht die jetzt viel diskutierten Ankerzentren wenig zur Beschleunigung von Asylverfahren beitragen. Ankerzentren seien nur ein zusätzliches Verwaltungsproblem. Diese Einrichtungen binden in seiner Perspektive zu viele Einsatzkräfte der Polizei.

Zu den weiteren Gästen der Live-Sendung zählten der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck, der bayerische Innenminister Joachim Herrmann, die frühere Ausländerbeauftragte des Berliner Senats, Barbara John, der FDP-Parteivorsitzende Christian Lindner und Gisela Seidler, Fachanwältin für Migrationsrecht an der Sendung teil.

Die Sendung gibt es in der ZDF-Mediathek zum Nachsehen.


Pressekommentare zur Sendung u.A. bei

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2 Kommentare
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  1. Jörg Radek war der einzige Lichtblick der Sendung.Er hätte in die Runde gehört, nicht nur an den „Katzentisch“ am Rand. Die anderen Gäste fielen sich ständig ins Wort. Über weite Teile der Sendung konnte man nichts verstehen. Frau Illner hatte die Sendung nicht im Griff.

  2. @Kurt
    Vollkommen richtig! Warum harkt man denn beim Thema „mündlicher Ministererlass“ nicht stärker nach? Das ist doch der entscheidende Punkt! Ich habe das an anderer Stelle schon einmal gefragt, aber mein Kommentar wurde nicht veröffentlicht! Ist solch ein Erlass, der zudem nur mündlich erlassen worden ist (Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!), überhaupt rechtmäßig? Kann ein Minister Regelungen des AufenthG einfach so qua Erlass ausser Kraft setzen, zumal dieser Erlass nun seit fast drei Jahren Bestand hat?

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