+++ENDSPURT+++ Jetzt noch dran teilnehmen - Mitarbeiterbefragung - Klartext 2010 - bis zum 15. September 2010 +++ENDSPURT+++

12. Juli 2010

Polizeieinsatz auf NĂŒrnberger Hauptbahnhof war angemessen

Berlin. Die Polizeimaßnahmen auf dem NĂŒrnberger Hauptbahnhof vom 3. April im Zusammenhang mit Auseinandersetzungen zwischen Fußballfans waren laut Bundesregierung ”hinsichtlich ihrer IntensitĂ€t und der Anzahl der Adressaten erforderlich und angemessen“. Wie die Regierung in ihrer Antwort (17/2319) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/1715) erlĂ€utert, befanden sich am 3. April zirka 150 Jenaer Fußballfans nach dem Besuch eines Spiels mit dem Zug auf der RĂŒckreise. Beim Umsteigen in NĂŒrnberg sei es um 18.20 Uhr ”zu verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den Jenaer Fans“ gekommen. ”Zur Verhinderung weiterer Straftaten“ trennten die eingesetzten Bundespolizisten laut Antwort die Fans, die sich daraufhin gegen die Beamten ”solidarisierten“, unter anderem durch Beleidigungen und Fußtritte. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen konnten die Jenaer Fußballfans die Weiterfahrt den Angaben zufolge mit 25 Minuten VerspĂ€tung antreten. Die Staatsanwaltschaft ermittle derzeit gegen Personen aus der Jenaer Fanszene wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Landfriedensbruch.

Dieser Vorfall bleibt ein Beispiel fĂŒr die verĂ€nderte QualitĂ€t von Gewalt aus Anlaß von Fußballspielen.

9. Juli 2010

Afghanistan-Einsatz: Warum die bayerische Polizei lieber zuhause bleibt

Es sind 20. Exakt 20 bayerische Polizeibeamte, die derzeit in Afghanistan arbeiten. Um Einheimische zu schulen, um darauf hinzuwirken, dass das Land in wenigen Jahren in die Eigenverantwortung entlassen werden kann. Unter MinisterprĂ€sident GĂŒnther Beckstein, CSU, der bis 2008 in Bayern regierte, waren es noch exakt null. Beckstein lehnte es ab, seine Landsleute an den Hindukusch zu schicken, um afghanische PolizeianwĂ€rter auszubilden.

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7. Mai 2010

GdP-Vertreter besuchen KollegInnen in Afghanistan

Vom 03.-07. Mai 2010 fĂŒhrten Sven HĂŒber, Heinz Selzner und Martin Schilff mit Vertretern des BMI, des BPOLP und des BKA eine Dienstreise nach Afghanistan durch.

In Kabul, Mazar-i-Sharif und Kunduz wurden dabei u.a. die Deutsche Botschaft, die EUPOL-Zentrale und die Polizeitrainingszentren besucht.

Die GdP-Vertreter fĂŒhrten zahlreiche GesprĂ€che mit den in Afghanistan eingesetzten KollegInnen von GPPT, EUPOL, HOD, PSG und in allen weiteren deutschen polizeilichen Aufgabenbereichen. Die KollegInnen nutzten die Gelegenheit viele kleine und große Probleme anzusprechen. Die GdP Bezirk Bundespolizei wird die sich daraus ergebenden Handlungsfelder und Konsequenzen aufarbeiten und auf allen zur VerfĂŒgung stehenden Ebenen versuchen Lösungen zu erzielen.

Wir werden an dieser Stelle und in einer der nĂ€chsten Ausgaben der DEUTSCHEN POLIZEI ausfĂŒhrlich ĂŒber die Reise berichten.

25. Februar 2010

Opposition stellt kritische Fragen zu Polizeiausbildung in Afghanistan

Kritische Fragen zur Polizeiausbildung in Afghanistan durch deutsche Polizeibeamte haben die drei Oppositionsfraktion am Mittwochvormittag im Innenausschuss des Bundestages aufgeworfen. Im Mittelpunkt stand dabei insbesondere der deutsche Beitrag zum ”Focused District Development“ (FDD), bei dem ein sogenanntes Mentorenteam zunĂ€chst in einem Distrikt den Ausbildungs- und Ausstattungsbedarf ermittelt. Nach einer rund zweimonatigen Ausbildungsphase werden die afghanischen Polizisten laut Bundesregierung von dem Mentorenteam nachbetreut und bei ihren tĂ€glichen Aufgaben begleitet.
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18. Februar 2010

GdP unterstĂŒtzt Initiative zur Ausbildung afghanischer Polizisten in Deutschland

Berlin, 18. Februar 2010. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterstĂŒtzt die Initiative der SPD-Innenminister, einen Teil der Ausbildung afghanischer Polizisten in Deutschland durchzufĂŒhren. GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: „Insbesondere höhere RĂ€nge der afghanischen Polizei könnten in unseren Ausbildungseinrichtungen das gesamte Instrumentarium nutzen, das uns hier zur VerfĂŒgung steht. Das hĂ€tte auch den Vorteil, dass den kĂŒnftigen PolizeifĂŒhrern Afghanistans der Sinn und die Effizienz einer professionellen rechtstaatlichen Polizei umfassender nĂ€her gebracht werden könnte.“

Freiberg begrĂŒĂŸte die Initiative des Berliner Innensenators Körting, der angeregt hatte, dass Deutschland die beabsichtigte Ausweitung der Polizeiausbildung am Hindukusch in Teilen auch außerhalb Afghanistans in sicheren Gebieten leisten könne.

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11. Februar 2010

Nach RegierungserklĂ€rung Westerwelles: Polizeieinsatz in Afghanistan ĂŒberprĂŒfen

Berlin. Die Grundlagen fĂŒr den Einsatz deutscher Polizisten in Afghanistan mĂŒssen nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) nach der RegierungserklĂ€rung Bundesaußenminister Westerwelles ĂŒberprĂŒft werden. Westerwelle hatte am Mittwoch die Lage in Afghanistan als “bewaffneten Konflikt” im Sinne des humanitĂ€ren Völkerrechts eingestuft.

GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: „ Die Bundesregierung ist jetzt in der Pflicht, eindeutig zu erklĂ€ren, was diese neue Bewertung fĂŒr eine rechtliche Bedeutung hat. Die Gewerkschaft der Polizei hat immer wieder betont, dass unsere deutschen Polizistinnen und Polizisten, die afghanische Polizei ausbilden, diese Ausbildung nur in befriedeten Regionen beziehungsweise in gesicherten Camps durchfĂŒhren dĂŒrfen. Ein Einsatz deutscher Polizei in umkĂ€mpften Provinzen verbietet sich. Polizeibeamte sind keine Kombattanten und damit nicht BĂŒrgerkriegspartei. Nicht nur die Bundeswehr braucht eine rechtlich einwandfreie Arbeitsgrundlage, sondern auch die Polizei.“

Es habe sich, so Freiberg, durch die Einsicht der Bundesregierung der Alltag in Afghanistan nicht von heute auf morgen geĂ€ndert. Freiberg: „Bundeswehrsoldaten und Polizisten wissen schon lĂ€nger, dass es dort gefĂ€hrlich ist. Allerdings muss dringend geprĂŒft werden, ob die Rechtsgrundlagen fĂŒr einen Polizeieinsatz in Afghanistan noch stimmen, wenn jetzt durch Bundesaußenminister Westerwelle quasi der Krieg erklĂ€rt wird.“

9. Februar 2010

Neues Afghanistanmandat: Mehr Ausbildung und Schutz

Die Bundesregierung hat die Anpassung der deutschen Beteiligung am Isaf-Einsatz in Afghanistan beschlossen. FĂŒr die StreitkrĂ€fte bedeutet dies eine Erhöhung der Personalobergrenze. Die Regierung hat dafĂŒr einen entsprechenden Antrag (17/654 ) vorgelegt, der am Mittwoch im Plenum beraten werden soll.In der AntragsbegrĂŒndung findet sich der Hinweis, die Ausbildung afghanischer Polizisten auf Distrikteben zu beschleunigen und auszuweiten und dazu zusĂ€tzliche deutsche Polizeitrainer und Experten im Rahmen des bilateralen Polizeiprojektes nach Afghanistan zu entsenden und kurzfristig den deutschen Beitrag zur EUPOL- Mission zu erhöhen. NĂ€here Angaben werden nicht gemacht.

Fast 3.600 afghanische Polizisten 2009 von deutschen Experten ausgebildet

Im vergangenen Jahr sind nach Angaben der Bundesregierung 3.594 afghanische Polizisten von deutschen Trainingsexperten aus- und fortgebildet worden. Vorgesehen sei, im laufenden Jahre mindestens dieselbe Anzahl afghanischer Polizisten aus- und fortzubilden, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort ( 17/586 ) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke zur deutschen Polizei-Ausbildungshilfe in Afghanistan ( 17/432 ).

Die Aus- und Fortbildung der afghanischen Polizei bleibe weiterhin Schwerpunkt beim bilateralen Polizeiprojekt, heißt es in der Antwort. Danach beteiligen sich auch Australien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Neuseeland, Norwegen, die TĂŒrkei und die USA auf bilateraler Ebene an der Ausbildung afghanischer Polizisten.

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28. Januar 2010

GdP: SchĂŒnemann liegt völlig falsch

Berlin/Hilden, den 28.01.2010: “Die Forderung des niedersĂ€chsischen Innenministers Uwe SchĂŒnemann, die Bundespolizei könne höhere Aufgabenkontingente fĂŒr den Afghanistaneinsatz stellen, da sie wegen des Wegfalls eigener Aufgaben ĂŒber freigewordenes Personal verfĂŒge, ist vollkommen realitĂ€tsfremd”. Das stellte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, Josef Scheuring in Berlin fest.

Richtig ist, so Scheuring, dass die Bundespolizei selbst viele hundert Stellen in ihren eigenen Aufgabenbereichen nicht besetzt hat. Der Bundespolizei fehlen derzeit mehr als 1.800 BeschĂ€ftigte, fĂŒr die ArbeitsplĂ€tze in der Bundespolizei bereits eingerichtet sind.  Zudem leistet die Bundespolizei z. B. fĂŒr das AuswĂ€rtige Amt, den Deutschen Bundestag und andere Organisationen stĂ€ndig personelle UnterstĂŒtzung, ohne das dafĂŒr auch Stellen vorhanden sind. An den deutschen FlughĂ€fen, den Grenzen und den Bahnhöfen ist die Bundespolizei seit dem 11. September 2001 verstĂ€rkt stĂ€ndig auch in der TerrorbekĂ€mpfung eingesetzt. Die Bundesbereitschaftspolizei hat im Jahr 2009 60 Prozent mehr EinsĂ€tze geleistet als noch 2008. ” Unsere Kolleginnen und Kollegen sind in allen Aufgabenbereichen ganz massiv belastet, was sich u. a. auch verstĂ€rkt durch zunehmende, streßbedingte Erkrankungen Ă€ußert. Wir brauchen nicht mehr Aufgaben sondern ganz dringend mehr Personal fĂŒr unsere eigenen Aufgaben. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind sehr verĂ€rgert, dass SchĂŒnemann wider besseres Wissen solche falschen Aussagen macht”, so Scheuring.

Bild.de, vom 28. Januar 2010

Cellsche Zeitung, vom 28. Januar 2010

27. Januar 2010

Polizeieinsatz in Afghanistan

Gleich drei Vertreter der Bundesregierung Ă€ußerten sich zur zukĂŒnftigen Strategie in Afghanistan. Die Richtung gab die Bundeskanzlerin vor: “Die Gendarmerie-Ausbildung, die Afghanistan wĂŒnscht, kann und wird Deutschland nicht leisten. Wir werden unsere PolizeikapazitĂ€ten von 123 heute dort befindlichen Polizisten im bilateralen Programm auf 200 ausweiten.” Bundesinnenminister de MaiziĂšre verdeutlichtlichte die neue QualitĂ€t des Focused District Development (FDD)Projektes:”Die afghanischen Polizisten werden in den Distirkten von vier deutschen Polizisten und vier FeldjĂ€gern der Bundeswehr begleitet.” Der Minister versicherte gegenĂŒber dem “ZDF- Morgenmagazin” vom heutigen Tage: “Die Polizisten arbeiten in sicheren Gebieten.” Die zusĂ€tzliche Personalbelastung fĂŒr die Polizei in Deutschland tat er als “typisches Gewerkschaftsargument” ab.

GegenĂŒber dem Magazin “Focus” wurde der Minister zur GefĂ€hrungslage der Polizisten deutlicher:” Jeder Innenminster darf von seinen Polizeibeamten erwarten, dass sie sich in Gefahr begeben, ob bei der RĂ€umung eines besetzen Hauses, einem Amoklauf in einer Schule oder bei EinsĂ€tzen gegen brutalste SchlĂ€ger aus der Fußballszene oder aus der sogenannten autonomen Szene. Zu sagen, Polizei darf nicht dahin gehen, wo es gefĂ€hrlich wird, wĂ€re das Ende von Polizei.”

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